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07.08.2009

XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - Erholung nach US-Arbeitsmarktdaten

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach Abgaben zu Handelsbeginn mit einem deutlichen Plus geschlossen. Ausschlaggebend war der US-Arbeitsmarktbericht, der den DAX um 1,7% oder 89 auf 5.459 Punkte trieb und damit fast 150 Punkte vom Tagestief steigen ließ. Zwischenzeitlich markierte der Index bei 5.481 Punkten ein neues Jahreshoch. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 108,9 (Vortag: 108,0) Mio Aktien im Wert von rund 3,14 (Vortag: 2,87) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach Abgaben zu Handelsbeginn mit einem deutlichen Plus geschlossen. Ausschlaggebend war der US-Arbeitsmarktbericht, der den DAX um 1,7% oder 89 auf 5.459 Punkte trieb und damit fast 150 Punkte vom Tagestief steigen ließ. Zwischenzeitlich markierte der Index bei 5.481 Punkten ein neues Jahreshoch. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 108,9 (Vortag: 108,0) Mio Aktien im Wert von rund 3,14 (Vortag: 2,87) Mrd EUR.

"Hier waren heute früh viel zu viele short", so ein Händler. Dies erkläre den starken Anstieg auf die besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten. Die Daten wurden am Markt als Zeichen einer Trendwende aufgefasst. Im Juli ist demnach die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Juni lediglich um 247.000 gesunken, während die Konsenserwartungen sich zwischen minus 275.000 und minus 345.000 bewegten. Erfreulich war dabei vor allem auch die Entwicklung der Arbeitslosenquote - sie sank im Juli auf 9,4% von 9,5% und verzeichnete damit den ersten Rückgang seit April 2008.

"Der Arbeitsmarkt in den USA befindet sich auf dem Weg der Besserung", so dazu ein Volkswirt der Postbank. Nun befänden sich die monatlichen Rückgänge der Beschäftigung auf Niveaus, die in früheren Rezessionen die jeweiligen Tiefpunkte gebildet hätten. Die Erholung stehe auf breiter Basis und ziehe sich durch alle Bereiche der US-Wirtschaft. Das Schlimmste dürfte damit nun hinter dem US-Arbeitsmarkt liegen.

Als günstig für den DAX werteten Händler auch den Rückgang des Euro, der unter die Marke von 1,42 USD fiel. Als Manko wurde lediglich vermerkt, dass das jüngste Jahreshoch bei 5.463 Punkten letztlich nicht herausgenommen wurde und somit als Hürde in der kommenden Woche Bestand habe.

Viele Einzelwerte konnten sich im Verlauf deutlich erholen. So stiegen Allianz nach Kursverlusten zu Beginn um 0,9% auf 76,15 EUR und schlossen damit 4 EUR über dem Tagestief. Die Analysten-Kommentare zu den Ergebnissen fielen indes uneinheitlich aus. Sarasin-Analyst Daniel Bischof zeigte sich von den Zahlen für das zweite Quartal größtenteils überzeugt. Das reine Versicherungsgeschäft habe aber etwas enttäuscht. Insgesamt stellten Allianz ein attraktives Investment mit einer niedrigen Bewertung dar. Des Weiteren könne der Versicherungskonzern vom sich aufhellenden Umfeld bei seinen Sparten Leben, Gesundheit und Finanzdienstleistungen profitieren.

Zweifel äußerte indes Analyst Robert Mazzuoli von der Landesbank Baden-Württemberg. Das operative Ergebnis sei schwächer ausgefallen als erwartet. Grund sei das schwächer Abschneiden bei Sach- und Haftpflichtversicherungen. Der Rekordgewinn des Leben- und Krankenversicherungsgeschäfts habe dies nicht kompensiert. Insgesamt sei die Qualität der Zahlen schlecht, urteilte der Analyst. Sondereffekte wie die Gewinne aus dem Verkauf von Aktien könnten nicht wiederholt werden. Anleger sollten Gewinne mitnehmen, empfahl Mazzuoli.

Gefragt waren Schwergewichte wie E.ON und Siemens, denen Marktteilnehmer noch Aufholpotenzial attestieren. E.ON rückten um 1,8% auf 26,76 EUR vor, Siemens legten um 2% auf 59,02 EUR zu. Deutsche Telekom kletterten gar um 3,8% auf 9,11 EUR. Die Analysten der Commerzbank hatten die Aktie auf "Hold" von "Reduce" erhöht.

Im MDAX gab es ebenfalls einige Ausreißer. Leoni sprangen um 15,5% auf 16,03 EUR und damit auf ein neues Jahreshoch. Kurstreiber sei die Hochstufung auf "Kaufen" durch die Commerzbank gewesen. Diese habe die Aktie durch den schweren Widerstand bei 14,20 EUR gebracht und damit Anschlusskäufe ausgelöst. Am Dienstag wird das Unternehmen seine Zahlen mitteilen. Dank erster Effekte des Sparprogramms dürfte der Kabelbaum- und Bordnetzspezialist nach Einschätzung von Analysten im Vergleich zum Vorquartal ein Stück aus den roten Zahlen geklettert sein.

Stärke zeigten zudem die Aktien von ProSiebenSat.1. Die Analysten der Deutschen Bank hatten für ihre Gewinnreihe für die Jahre 2009 bis 2011 um 10% bis 17% angehoben. Grund hierfür seien die nochmals erhöhten Einsparungen des Unternehmens im laufenden Jahr. Die volatile Aktie stieg um 21,8% auf 6,10 EUR.

SGL Carbon verloren dagegen 0,6% auf 23,15 EUR, nachdem die britische Bank HSBC die Aktie des Elektrodenherstellers auf "Neutral" von "Übergewichten" gesenkt hatte. MediGene, ein im TecDAX gelistetes Biotechnologie-Unternehmen, hat im ersten Halbjahr einen höheren Verlust verbucht als von Analysten erwartet. Die Aktie verbilligte sich um 0,7% auf 4,50 EUR.

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