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14.10.2008

XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - Erholungsrally kommt ins Stocken

FRANKFURT (Dow Jones)--Der DAX hat am Dienstag nach zunächst hohen Gewinnen sehr fest, aber klar unter seinem Tageshoch geschlossen. Der Index stieg um 2,7% oder 137 Punkte auf 5.199 nach einem Tageshoch bei 5.384. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 294,9 (Vortag: 320,9) Mio Aktien im Wert von rund 8,23 (Vortag: 8,9) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der DAX hat am Dienstag nach zunächst hohen Gewinnen sehr fest, aber klar unter seinem Tageshoch geschlossen. Der Index stieg um 2,7% oder 137 Punkte auf 5.199 nach einem Tageshoch bei 5.384. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 294,9 (Vortag: 320,9) Mio Aktien im Wert von rund 8,23 (Vortag: 8,9) Mrd EUR.

Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, die nach der kräftigen Erholung eingesetzt hätten. "Nach dem vorhergehenden Anstieg überrascht das nicht, zeigt aber auch, wie anfällig der Markt für Rückschläge ist", so ein Marktteilnehmer. Nach den konzertierten Aktionen zugunsten des Finanzsystems richte sich die Aufmerksamkeit nun wieder verstärkt auf die Gefahren einer Rezession.

Die vom ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen sind im Oktober erneut stark gefallen, nachdem es einen Monat zuvor noch zu einer Verbesserung gekommen war. Angesichts der staatlichen Rettungspakete für den Bankensektor, die jetzt auf den Weg gebracht werden, sowie der stützenden Maßnahmen der Notenbanken sei es aber gut möglich, dass bereits im November die Einschätzung der Analysten deutlich weniger pessimistisch ausfallen werde, meinten die Volkswirte der Postbank. Dennoch bleibe zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch ungewiss, in welchem Ausmaß die Realwirtschaft letztlich von der Finanzmarktkrise betroffen sein wird.

Favoriten waren weiterhin die Finanzwerte. Deutsche Bank stiegen um 10,7% auf 38,75 EUR. Hypo Real Estate schossen zunächst massiv nach oben, kamen aber dann wieder deutlich von den Tageshochs zurück, und gewannen schließlich 8,5% auf 6,27 EUR.

Zyklische Werte standen ebenfalls auf der Kaufliste der Anleger, nachdem sie in der Vorwoche wegen Rezessionssorgen einbrochen waren. Daimler gewannen 7,6% auf 28,20 EUR. Dagegen kamen Continental unter Druck. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach ein syndizierter Kredit der Schaeffler Gruppe über 16,1 Mrd EUR auf Eis gelegt worden sei. Obwohl das Familienunternehmen umgehend betonte, dass die Finanzierungszusage für die Continental-Übernahme unverändert bestehe, fiel die Aktie um 5,5% auf 39,50 EUR.

Noch stärker ging es mit Infineon nach unten. Die Aktie litt damit unter schlechten Vorgaben des Halbleitersektors. Zudem bezeichneten die Analysten von Sal.Oppenheim die Aktie als nach wie vor überteuert. Die Titel sanken um 11,5% auf 2,78 EUR.

Im MDAX brachen dagegen Leoni nach einer Gewinnwarnung um 12,8% ein auf 13,70 EUR. "Die Gewinnwarnung ist mit rund 18% beim EBIT für das laufende Jahr hoch ausgefallen", sagte ein Händler. Offensichtlich schwächele die Nachfrage der Automobilindustrie stärker als befürchtet. Die Nachricht sei "wie eine Granate in die Reihen der Aktienkäufer eingeschlagen".

Als kaum belastend für den Fraport-Kurs wertete ein Händler die Verkehrszahlen per September. "Angesichts der Finanzmarktkrise und der schwachen Konjunktur in den USA und Europa sind die Rückgänge weder im Passagier- noch im Cargo-Geschäft eine Überraschung". Die Aktie gewann 3,4% auf 33,56 EUR.

Conergy haussierten im TecDAX um 32,1% auf 5,60 EUR. Das für seine Volatilität bekannte Papier führte damit die Erholung der Solarwerte an, die auch vom Anstieg des Ölpreises stimuliert wurden. REpower brachen um 21,5% auf 165,00 EUR ein. Ein Händler vermutete Umschichtungen in andere Aktien für regenerative Energien, die stärken gefallen waren als REpower.

DJG/mif/ros

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