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XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach - DAX leidet unter US-Konjunkturdaten

03.06.2009
FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach haben die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch geschlossen. Nach einem zunächst sehr ruhigen Handelsgeschehen gingen die Märkte nach schwächeren US-Konjunkturdaten in die Knie. Der DAX verlor 1,7% bzw 90 auf 5.055 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 82,6 (Vortag: 89,7) Mio Aktien im Wert von rund 2,44 (Vortag: 2,86) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach haben die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch geschlossen. Nach einem zunächst sehr ruhigen Handelsgeschehen gingen die Märkte nach schwächeren US-Konjunkturdaten in die Knie. Der DAX verlor 1,7% bzw 90 auf 5.055 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 82,6 (Vortag: 89,7) Mio Aktien im Wert von rund 2,44 (Vortag: 2,86) Mrd EUR.

Vor allem enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA sorgten für Abgaben und drückten zyklische Werte aus Stahl- und Autoindustrie kräftig. So lag der wichtige ISM-Index für den US-Service-Bereich unter der Erwartung, ebenso die US-Auftragseingänge der Industrie für April. Zudem belasteten Aussagen von Fed-Präsident Bernanke, der mit weiterem, kräftigen Stellenabbau rechnet.

Die negative Sicht von Bernanke wurde untermauert von Aussagen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Sie sieht die Krise auf den Arbeitsmärkten in Folge des globalen Wirtschaftseinbruchs noch bis zu acht Jahre andauern. Technisch dürfte der DAX nun in Richtung seiner Unterstützungen um 4.970 Zähler laufen.

Nach den am Vorabend veröffentlichten Absatzzahlen für den US-Automarkt verzeichneten BMW, Daimler und VW deutliche Abschläge. Unter den deutschen Herstellern zeigte vor allem Daimler Schwächen. Die Stuttgarter verloren mit 33,4% mehr Absatz als GM und Ford. BMW mit einem Minus von 27,7% und Porsche mit minus 29% berichteten den bisher besten Monatsabsatz in diesem Jahr.

Als vergleichsweise robust erwiesen sich die Absatzzahlen von Volkswagen (-12,4%) und Audi (-12,1%). Daimler verloren 3,5% auf 26,95 EUR, BMW 1,4% auf 27,11 EUR und VW 6% auf 238,06 EUR. Porsche hielten sich mit minus 0,9% auf 45,69 EUR relativ stabil.

Stahlwerte standen europaweit auf der Verkaufsliste. Salzgitter verloren 5,7% auf 66,76 EUR und ThyssenKrupp 1,2% auf 19,57 EUR. Die Analysten der UBS hatten Thyssen mit "Buy" und Salzgitter mit "Sell" herausgestellt. Die Salzgitter-Aktie sei seit April gut gelaufen, hieß es in der Studie der UBS zum europäischen Stahlsektor. Die Analysten sehen aktuell mehr Potenzial in der Aktie von ThyssenKrupp, die von der Restrukturierung des Unternehmens profitieren dürften.

Auch Metro gehörten mit einem Minus von 6,5% auf 35,41 EUR zu den großen Verlierern. Ein Händler begründete das mit der Empfehlung eines französischen Broker-Hauses, das die Umschichtung von Metro in Carrefour empfahl.

Bei der Deutschen Börse war der Umsatzrückgang im Mai nicht so drastisch ausgefallen wie in den Vormonaten. Im Mai wurden auf dem Handelssystem Xetra der Deutschen Börse und auf dem Parkett der Börse Frankfurt laut Orderbuchstatistik 96,4 Mrd EUR umgesetzt - ein Rückgang von 36%. Die Aktie gab um 1,7% auf 61,62 EUR nach. Auch die anderen Finanzwerte notierten im Minus.

FMC legten gegen den Markt um 1,2% auf 30,49 EUR zu, nachdem die Analysten von Goldman Sachs das Kursziel auf 34,50 EUR hochgesetzt hatten. Daneben gewannen Linde 1,4% auf 61,50 EUR und Bayer 1,5% auf 40,60 EUR. Bayer profitierten von positiven Analystenstimmen nach einer Investmentkonferenz.

Im MDAX standen besonders die zyklischen Maschinenbauer unter Druck. Unter anderem verloren Gildemeister 7,2%, Leoni 6,3%, Tognum 3,5% und Demag 3,4%. Die Enttäuschung angesichts wohl ausbleibender Finanz-Hilfen des Bundes für Arcandor holte die Aktie von ihren rund 10%igen Kursgewinnen zurück. Die Aktie schloss 0,5% im Minus bei 1,93 EUR. Bundeswirtschaftsminister Guttenberg bestätigte am Mittwoch die Einschätzung der EU-Kommission, dass der Warenhauskonzern bereits vor dem 1. Juli 2008 nicht wirtschaftlich gesund gewesen sei. Eine wirtschaftlich gesunde Verfassung zu diesem Datum ist ein zentrales Kriterium für Staatshilfen.

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