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13.12.2007

XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach - DAX unter 8.000er-Marke

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist mit sehr schwachen Kursen aus dem Donnerstag gegangen. Der DAX verlor 1,8% oder 148 auf 7.928 Punkte und ging nur knapp über dem Tagestief von 7.923 Punkten aus der Sitzung. Damit hat der DAX zunächst auch den Kampf um die 8.000er Marke verloren, nachdem er über weite Strecken des Tages um diese gekämpft hatte. Gehandelt wurden Aktien im Wert von 6,6 Mrd EUR nach 8,7 Mrd EUR am Vortag.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist mit sehr schwachen Kursen aus dem Donnerstag gegangen. Der DAX verlor 1,8% oder 148 auf 7.928 Punkte und ging nur knapp über dem Tagestief von 7.923 Punkten aus der Sitzung. Damit hat der DAX zunächst auch den Kampf um die 8.000er Marke verloren, nachdem er über weite Strecken des Tages um diese gekämpft hatte. Gehandelt wurden Aktien im Wert von 6,6 Mrd EUR nach 8,7 Mrd EUR am Vortag.

Angeführt wurden die Verlierer wieder von den konjunkturabhängigen Aktien und den Finanztiteln. Grund ist die Sorge, die Finanzkrise könnte sich ausweiten und auf die Konjunktur übergreifen. Das hatte bereits für schwache Vorlagen aus den USA und aus Asien gesorgt. Am Nachmittag gaben die Kurse am US-Aktienmarkt dann weiter nach. Selbst gute Einzelhandelsdaten aus den USA konnten die Stimmung nicht drehen, auch weil die US-Erzeugerpreise stark gestiegen sind.

Auf die Stimmung am deutschen Markt drückten zudem niedrigere Konjunkturprognosen durch die Forschungsinstitute ifo und IfW sowie durch die Bundesbank. Laut einem Zeitungsbericht rechnet die Bundesbank für 2008 nur noch mit einem Wachstum von 1,6% statt von 2%. Die offiziellen Zahlen werden am Montag bekanntgegeben.

Unter den Korrekturen an den Wachstumsprognosen litt besonders der konjunkturabhängige MDAX, der um 2,8% fiel und die 10.000er Marke wieder deutlich unterschritten hat. Aus technischer Sicht werde im DAX der Widerstandsbereich Richtung Allzeit-Hoch bei 8.152 Punkten mit den vergeblichen Tests der vergangenen Tage eher stärker, so Anhänger der technischen Analyse. Unterstützt sei der DAX bei 7.860 Punkten.

Negative Nachrichten der Bank of America, von Wachovia und der britischen Bank HBOS drückten auf den Finanzsektor. Es habe den Anschein, als ob die konzertierte Aktion der Notenbanken vom Vortag nur kurzfristig für Erleichterung sorgen konnte, hieß es im Aktienhandel. Auch die eher guten Geschäftszahlen von Lehman Brothers konnten die Stimmung nur vorübergehend etwas stützen.

Deutsche Bank bauten ihre Verluste auf ein Minus von 2,6% auf 88,75 EUR aus. Commerzbank gaben sogar um 4% auf 26,55 EUR nach. Allianz fielen um 2,3% auf 143,65 EUR.

Stahlwerte standen nach sehr schwachen Vorgaben aus Asien auch hierzulande unter Druck. Die im MDAX gelisteten Salzgitter fielen um 4,9% auf 101,31 EUR. Thyssen gaben um 4,1% auf 36,82 EUR nach. Auch die zyklischen Automobilwerte notierten tief im Minus. Daimler verloren 4,2% auf 66,66 EUR, Verlierer Nummer eins waren Continental, die um 4,5% auf 90,00 EUR fielen.

Auf der anderen Seite gewannen BASF 0,4% auf 98,50 EUR. Händler sprachen von Übernahmefantasie im Chemiebereich, auch nachdem der Kurs von Dow Chemical positiv auf ein Joint Venture im arabischen Raum reagiert hatte. Daneben konnten sich so genannte defensive Werte vergleichsweise gut halten. Merck zogen um 0,3% auf 88,35 EUR an, E.ON und Henkel kamen mit kleineren Verlusten davon.

Im MDAX fielen die konjunkturabhängigen Heidelberger Druck um 5,7% auf 22,15 EUR; auch GEA, Klöckner und SGL standen stark unter Druck. Arcandor rutschten um 6% auf 18,74 EUR ab, obwohl der Verkauf der Warenhausimmobilien bzw der Mehrheitsverkauf an neckermann vermeldet wurde. Etwas zurückhaltend hat sich dazu die LBBW geäußert. Arcandor erhalte dafür zunächst kein Geld, sondern werde im Gegenteil noch 50 Mio EUR in eine gemeinsame Zweckgesellschaft einzahlen, hieß es.

Premiere konnten sich dagegen der Schwäche entziehen und stiegen bei sehr hohen Umsätzen um 6,9% auf 13,79 EUR. Seit Tagen kursieren Spekulationen am Markt, nach denen unter anderem Vivendi und Canal Plus Übernahmeinteresse an Premiere nachgesagt wird. Fraport zogen um 0,3% auf 53,88 EUR an. Dabei gefielen laut Händlern die "soliden" Passagierzahlen von Fraport. Das treffe sowohl auf die Daten vom Flughafen Frankfurt als auch die konzernweiten Zahlen zu.

Im TecDAX fielen Conergy um 9,5% auf 20,71 EUR, obwohl sich der Großaktionär Otto Happel hinter die Sanierung des Unternehmens gestellt hat. Der TecDAX selbst stand mit einem Minus von 2,6% ebenfalls unter Druck.

-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217, herbert.rude@dowjones.com DJG/hru/reh

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