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20.04.2009

XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach-DAX wegen Gewinnmitnahmen unter 4.500

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach nach heftigen Gewinnmitnahmen ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Die Anleger hätten die jüngsten Kursaufschläge zu einem größeren Positionsabbau genutzt, hieß es im Handel. Nachrichtliche Belastungen gab es kaum. Die besser als erwarteten Zahlen der Bank of America wurden ignoriert, die hohen Rückstellungen für erwartete Kreditausfälle wurden dagegen als Belastungsfaktor gesehen. Die Bank erwartet zunächst eine Verschlechterung der Kreditmärkte bevor es besser werden soll.

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach nach heftigen Gewinnmitnahmen ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Die Anleger hätten die jüngsten Kursaufschläge zu einem größeren Positionsabbau genutzt, hieß es im Handel. Nachrichtliche Belastungen gab es kaum. Die besser als erwarteten Zahlen der Bank of America wurden ignoriert, die hohen Rückstellungen für erwartete Kreditausfälle wurden dagegen als Belastungsfaktor gesehen. Die Bank erwartet zunächst eine Verschlechterung der Kreditmärkte bevor es besser werden soll.

Der DAX verlor 4,1% oder 191 Punkte auf 4.486. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 145,1 (Vortag: 170,3) Mio Aktien im Wert von rund 3,40 (Vortag: 4,50) Mrd EUR. Für Sonderbewegungen sorgten die Nachwehen des Verfallstages an den Terminbörsen vom Freitag. Sämtliche Branchen standen unter Druck. Besonders tief fielen die Aktien der zuletzt gesuchten zyklischen Werte wie Stahl- und Finanztitel. Auch Automobilaktien gaben kräftig ab.

Das Übernahmeangebot von Oracle für Sun konnte die Technologiewerte nicht inspirieren. "Das ist eine reine Geschichte zwischen den Beteiligten", sagte ein Händler. Auch die US-Konjunkturdaten stießen auf geringes Interesse: Weder der Chicago-Fed-National-Activity-Index noch die US-Frühindikatoren verhalfen dem Markt zu frischem Schwung.

Dennoch sehen Händler das weitere Korrekturpotenzial als begrenzt an. Ein Großteil der institutionellen Investoren sei derzeit unterinvestiert, aber dabei, die Aktiengewichtung in den Portfolios auf eine Normalgewichtung hochzufahren, hieß es zur Begründung. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf die nach Börsenschluss in New York avisierten Quartalszahlen von IBM. Technische Analysten sehen den DAX um 4.480 Punkte gut unterstützt.

Kräftige Gewinnmitnahmen gab es bei den Stahlwerten. Hier verloren Salzgitter 8,7% auf 52,50 EUR und ThyssenKrupp 7,2% auf 16,92 EUR. Nach einem Kursgewinn bei ThyssenKrupp von rund 50% und mehr als 40% bei Salzgitter seit Monatsbeginn seien beide Aktien "reif für eine Korrektur", hieß es dazu achselzuckend. Im MDAX verloren Klöckner & Co 5,8% auf 10,04 EUR. Der Stahlhändler hatte allein am Freitag fast 20% zugelegt.

Commerzbank gaben ihre temporären Gewinne von 7% am Morgen wieder ab und schlossen 7,8% tiefer bei 4,88 EUR. "Der Kursanstieg am Morgen lag nur an Eindeckungen nach dem Verfallstag", sagte ein Händler. Auch die anderen Finanzwerte mussten kräftig Federn lassen. So fielen Deutsche Bank um 8,6% auf 38,10 EUR und Allianz um 5,1% auf 68,99 EUR. Deutsche Börse gaben 9,7% nach auf 46,60 EUR. Mit dem fallenden Markt sei die Angst vor fallenden Umsätzen zurückgekommen, hieß es zur Erklärung.

Gewinnmitnahmen drückten auch Daimler ins Minus. Daimler seien am Freitag deutlich besser als der Gesamtmarkt gelaufen, Anleger hätten daher im Vorfeld der VW- und Peugeot-Zahlen am Mittwoch Gewinne mitgenommen, sagte ein Händler. Daimler gaben um 7,5% auf 24,64 EUR, BMW um 4,6% auf 25,92 EUR und VW um 4,4% auf 237,33 EUR nach.

Die Titel der Deutschen Telekom profitierten von ihrer defensiven Stärke und gaben nur 0,8% ab auf 9,71 EUR. Auch andere Defensivwerte wie Bayer und FMC verloren nur leicht. Deutsche Post fielen um 4,7% auf 9,36 EUR. Dies sei Teil der Gewinnmitnahmen, die Nachrichten um die beendeten Kooperationsgespräche mit UPS hätten nicht belastet, sagte ein Händler: "Das DHL-Express-Geschäft in den USA ist der Verlustbringer für die Deutsche Post".

Im MDAX brachen Arcandor um 9,4% auf 1,63 EUR ein. Der Handelskonzern steht vor weiteren Umstrukturierungen und benötigt in den kommenden fünf Jahren bis zu 900 Mio EUR. Analyst Heino Ruland von Ruland Research sieht die Überlebenschance von Arcandor als gering an. Hohe Kursverluste aufgrund Gewinnmitnahmen zeigten die Papiere der Maschinenbauer. So verloren Leoni und Gildemeister rund 10%, Kuka 14% und Hochtief aus dem Bausektor knapp 11%.

Mit einem Aufschlag von 9,6% auf 6,95 EUR schlossen dagegen United Internet nach der überraschenden Veröffentlichung der Quartalszahlen. Umsatz und operatives Ergebnis waren nach Ansicht von Jochen Reichert, Analyst bei SES Research, den Erwartungen entsprechend ausgefallen. Conergy haussierten erneut und schnellten um weitere 17% auf 1,65 EUR empor.

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