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22.06.2009

XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach -Düstere Weltbank-Prognose drückt DAX

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Der DAX brach um 3% oder 146 auf 4.693 Punkte ein und fiel damit unter die 4.700er-Schwelle. Bis auf zwei Defensivwerte schlossen alle übrigen der 30 DAX-Titel mit Abschlägen, die in einigen Fällen kräftig ausfielen. Besonders die konjunkturzyklischen Aktien aus Stahl-, Bau- und Finanzbranche standen unter Druck. Eine "grottenschlechte" Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum der Weltbank verdarb die internationale Stimmung. Gleichzeitig fiel der DAX durch den vielbeachteten 200-Tage-Durchschnitt. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 115,6 (Vortag: 230,0) Mio Aktien im Wert von rund 2,93 (Vortag: 6,48) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Der DAX brach um 3% oder 146 auf 4.693 Punkte ein und fiel damit unter die 4.700er-Schwelle. Bis auf zwei Defensivwerte schlossen alle übrigen der 30 DAX-Titel mit Abschlägen, die in einigen Fällen kräftig ausfielen. Besonders die konjunkturzyklischen Aktien aus Stahl-, Bau- und Finanzbranche standen unter Druck. Eine "grottenschlechte" Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum der Weltbank verdarb die internationale Stimmung. Gleichzeitig fiel der DAX durch den vielbeachteten 200-Tage-Durchschnitt. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 115,6 (Vortag: 230,0) Mio Aktien im Wert von rund 2,93 (Vortag: 6,48) Mrd EUR.

"Wir hatten uns hier viel zu lange über den guten deutschen ifo-Index gefreut", sagte ein Händler. Das Ausmaß der Prognosesenkung durch die Weltbank sei zunächst nicht erkannt worden. Die Weltbank sieht die meisten Regionen der Erde im Jahr 2009 in einer Rezession gefangen und erwartet einen massiven Rückgang des Welthandels von 10%. Selbst die Erholungsprognose für 2010 nahmen die Weltbanker zurück. Gleichzeitig dürfte die Erholung der Entwicklungsländer nicht ausreichen, um einen nachhaltigen Impuls für die Weltwirtschaft zu setzen. "Damit sind zahlreiche Erholungshoffnungen und -prognosen Makulatur geworden", sagte ein weiterer Händler.

Bereits zum besseren ifo-Geschäftsklimaindex hieß es kritisch aus dem Handel, "der Markt hat genug von erholten Stimmungsindikatoren gesehen, wir wollen jetzt harte Fakten". Der ifo-Index stieg zwar auf 85,9 Punkte - den höchsten Stand seit November vergangenen Jahres -, der Sub-Index zur Beurteilung der aktuellen Lage fiel allerdings weiter auf 82,4, womit ein neues Allzeittief erreicht wurde. Technische Analysten sehen den DAX nun in Richtung 4.650 Punkte fallen. Besonders die Konjunkturzykliker wie Stahlaktien tendierten sehr schwach. ThyssenKrupp verloren 5,3% auf 16,95 EUR, Salzgitter 6,2% auf 57,78 EUR und K+S 6,5% auf 39,26 EUR. Die Aktien des Nutzfahrzeugherstellers MAN brach um 6,9% ein auf 40,79 EUR, BASF um 3,3% auf 28,08 EUR.

Daneben standen Finanzwerte unter massivem Druck. Commerzbank verloren 7% auf 4,33 EUR und trugen damit die Rote Laterne im DAX, dicht gefolgt von Deutscher Bank mit minus 6,8% auf 40,69 EUR. Banken könnten besonders negativ betroffen sein, wenn sich die Wirtschaft im zweiten Halbjahr nicht erholen sollte, hieß es am Markt. Zudem waren in den USA über das Wochenende wieder drei Finanzinstitute zusammengebrochen.

Auch im MDAX und den Nebenwerte-Indizes wurden besonders die konjunktursensiblen Titel ausverkauft. Unter anderem brachen Leoni um 9% auf 11,15 EUR ein, SGL Carbon um 7,2% auf 21,76 EUR, BilfingerBerger um 6,8% auf 30,31 EUR und Gildemeister um 5,4% auf 6,55 EUR.

Auf der Verliererseite standen auch Lufthansa, jedoch gut erholt vom ersten Schreck nach der Gewinnwarnung. Die Aktien verloren weniger als der Markt und schlossen 2,7% tiefer bei 8,55 EUR. "Der Markt wertet die Versuche des Managements positiv, durch Kostensenkungen dem Gewinneinbruch entgegenzutreten", sagte ein Händler. Das Management der Lufthansa plant weitere Maßnahmen, um im laufenden Jahr einen operativen Verlust zu vermeiden. Bislang war für 2009 ein deutlich positives operatives Ergebnis in Aussicht gestellt worden. Im Plus schloss im DAX lediglich die Defensiv-Familie Fresenius.

In der zweiten Reihe legten Premiere um 2,2% zu auf 2,75 EUR. Hier hatten die Analysten von Goldman Sachs das Kursziel auf 4,10 von 3,30 EUR erhöht. Im TecDAX brachen die Solarwerte ein. Centrotherm verloren 9,2% auf 30,18 EUR.

-Von Michael Otto Denzin, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 218; michael.denzin@dowjones.com DJG/mod/cln Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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