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17.06.2009

XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach - K+S brechen um 14% ein

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit einer sehr schwachen Tendenz geschlossen und damit die zu Wochenbeginn eingeleitete Korrektur ausgeweitet. Der deutsche Leitindex verlor 1,9% oder 91 Punkte auf 4.800. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 142,9 (Vortag: 86,8) Mio Aktien im Wert von rund 3,52 (Vortag: 2,3) Mrd EUR. Händler verwiesen auf die schwachen US-Vorgaben. Belastet hatten hier neben anhaltenden Konjunktursorgen Aussagen von Fed-Gouverneur Kevin Warsh. Einige wichtige Stützen des US-Wachstums könnten für "mehrere Quartale" enttäuschen und die Arbeitslosigkeit auf einem hohen Niveau verharren, sagte der Währungshüter.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit einer sehr schwachen Tendenz geschlossen und damit die zu Wochenbeginn eingeleitete Korrektur ausgeweitet. Der deutsche Leitindex verlor 1,9% oder 91 Punkte auf 4.800. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 142,9 (Vortag: 86,8) Mio Aktien im Wert von rund 3,52 (Vortag: 2,3) Mrd EUR. Händler verwiesen auf die schwachen US-Vorgaben. Belastet hatten hier neben anhaltenden Konjunktursorgen Aussagen von Fed-Gouverneur Kevin Warsh. Einige wichtige Stützen des US-Wachstums könnten für "mehrere Quartale" enttäuschen und die Arbeitslosigkeit auf einem hohen Niveau verharren, sagte der Währungshüter.

Die US-Verbraucherpreise, die mit der höchsten Jahresrate seit 1950 gefallen sind, vermochten den DAX am Nachmittag nicht zu stützen, obwohl sie zuletzt aufgekommenen Spekulationen über eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank wegen möglicher Inflationsgefahren den Wind aus den Segeln nahmen.

Die Inflationsrate gab damit im Mai auf minus 1,3% nach, wobei die Kerninflation aber nur leicht auf 1,8% von 1,9% fiel, womit noch nicht von deflationären Gefahren gesprochen werden könne, wie es hieß. Die Hoffnungen der technischen Analysten ruhen nun darauf, dass der DAX bei 4.800 Punkten Halt findet. Allerdings könnte die Korrektur sich noch bis in den Bereich von 4.680 bis 4.650 Punkten ausweiten.

Zyklische Aktien litten unter fortgesetzten Verkäufen. Der Düngemittel- und Salzanbieter K+S will wegen eines anhaltend schwachen Absatzes die Produktion von Kalidünger im zweiten Halbjahr weiter drosseln und in Europa die Preise senken. Aufgrund der Maßnahmen erwartet der DAX-Konzern zusätzliche deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge im laufenden Geschäftsjahr, wie K+S überraschend ankündigte. Der Markt habe auf eine anziehende Nachfrage und stabile Preise im zweiten Halbjahr gehofft, meinte ein Analyst. Die Aktie brach um 14% auf 42,40 EUR. Im Tagestief notierten die Titel schon bei 40,44 EUR.

ThyssenKrupp fielen um 6,3% auf 18,13 EUR und Salzgitter büßten 6,6% auf 59,54 EUR ein. Sie litten damit auch unter schwachen Vorgaben des Rohstoff-Sektors. Auch die Banken mussten Abgaben hinnehmen. S&P hat die Ratings für eine ganze Zahl von US-Banken gesenkt. So fielen etwa Commerzbank um 6,6% auf 4,67 EUR und Deutsche Bank gaben um 4% auf 42,92 EUR nach.

Gewinner waren wie üblich die defensiven Titel der Gesundheitsbranche. So stiegen FMC um 3% auf 31,97 EUR und Fresenius um 2,4% auf 39,55 EUR. Deutsche Telekom legten um 2,1% auf 8,13 EUR zu. "Die Telekom hat doppelt profitiert", sagte ein Händler. Zum Einen sei sie als Defensivwert gesucht gewesen. Zum Anderen habe sie von Kreiseberichten profitiert, wonach die Profitabilität von T-Mobile UK gesteigert werden, die Tochter aber nicht verkauft werden soll. "Diese Lösung gefällt dem Markt besser als das billige Abstoßen unprofitabler Teile, weil sonst auch der Umsatz zurückginge", so der Händler weiter.

Im MDAX kam es ebenfalls zu kräftigen Verlusten, Klöckner & Co etwas fielen um 8,3% auf 13,32 EUR. Im TecDAX gaben die volatilen Solarwerte deutlich nach. Die Aktien von Drägerwerk litten unter den pessimistischen Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung am Vortag und fielen um 9,8% auf 17,59 EUR. Die Nachricht von zwei Design Wins mit einem Gesamtvolumen von rund 60 Mio USD stützte Händlern zufolge Kontron, die nur minimal nachgaben.

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