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27.07.2009

XETRA-START/DAX nimmt Aufwärtsbewegung wieder auf - Fester

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einer kleinen Verschnaufpause am Freitag nimmt der deutsche Aktienmarkt zu Wochenbeginn die Aufwärtsbewegung wieder auf und notiert fester. Händler erwarten einen baldigen Angriff auf die 5.300er-Marke. Bis 9.56 Uhr MESZ steigt der DAX um 1% oder 52 auf 5.283 Punkte, nachdem er im Tageshoch schon bis auf 5.293 Punkte geklettert war. "Die positive Stimmung bleibt dem Markt erhalten", so ein Händler. Aus fundamentaler Sicht könnten neue Konjunkturprognosen nun die Rally untermauern.

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einer kleinen Verschnaufpause am Freitag nimmt der deutsche Aktienmarkt zu Wochenbeginn die Aufwärtsbewegung wieder auf und notiert fester. Händler erwarten einen baldigen Angriff auf die 5.300er-Marke. Bis 9.56 Uhr MESZ steigt der DAX um 1% oder 52 auf 5.283 Punkte, nachdem er im Tageshoch schon bis auf 5.293 Punkte geklettert war. "Die positive Stimmung bleibt dem Markt erhalten", so ein Händler. Aus fundamentaler Sicht könnten neue Konjunkturprognosen nun die Rally untermauern.

So erwartet Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise eine kräftige Erholung der Konjunktur. "Das ist ein günstiges Szenario für die Gewinnschätzungen", heißt es dazu im Handel. Neue Impulse könnten am Nachmittag unter anderem von den US-Baubeginnen ausgehen. "Allerdings bleibt der Markt nach der Rally auch anfällig für Gewinnmitnahmen", so ein Händler, der meint, dem DAX werde bei 5.300 Punkten erneut die Luft ausgehen.

Technische Analysten halten mit Blick auf die Reversal-Kerze vom Freitag zwar eine Konsolidierung für möglich, einen Abbruch der Rally allerdings für unwahrscheinlich. "Jegliche Rücksetzer werden rasch wieder für neue Nachfrage sorgen", heißt es in den Mußler-Briefen. Zwischen 5.300 und 5.380 Punkten liege ein Widerstandsbereich, der den DAX bremsen könnte. Unterstützt sei der DAX beim ehemaligen Jahreshoch von 5.177 Punkten.

"Auch die Vorgaben sind gut", so ein weiterer Händler mit Blick auf die Gewinne in Asien und zuvor am US-Markt, der die schwachen Zahlen von Microsoft "überraschend gut" weggesteckt habe. In Asien zogen die Kurse auf breiter Front an, gefragt waren hier exportorientierte Titel, Technologieaktien und auch Finanzwerte mit einem Bericht, nach dem Daiwa und Nomura wieder Gewinne machen.

Im DAX setzt sich die Nachfrage nach zyklischen Werten fort. So geht es für ThyssenKrupp um 2,9% auf 21,06 EUR nach oben, Salzgitter gewinnen sogar 4,3% auf 72,31 EUR. Auch Finanzwerte entwickeln sich sehr fest. Deutsche Bank legen um 2,8% auf 52,34 EUR zu, Commerzbank steigen um 2,1% auf 5,15 EUR und Allianz klettern um 1,9% auf 71,81 EUR. Aus dem Rahmen fallen lediglich Automobilwerte. BMW geben hier um 1,7% auf 30,34 EUR nach und Daimler verlieren 0,5% auf 31,14 EUR. Händler sprechen von Abgabedruck im Sektor.

Die kräftigsten Abgaben müssen allerdings VW mit einem Abschlag von 5% auf 248,40 EUR hinnehmen und Porsche mit Verlusten von 6% auf 47,96 EUR. "Berichte zu den Porsche-Schulden stimmen vorsichtig", so ein Händler mit Blick auf Beiträge von "Focus" und "Spiegel", nach denen die Schulden vier Mrd EUR über den bisher genannten 10 Mrd EUR liegen könnten. "Dazu würde ein Bericht der FTD passen, nach dem VW über eine Kapitalerhöhung nachdenkt", so der Händler.

Die "FTD" schreibt, VW könnte das Kapital um vier Mrd EUR erhöhen, damit der Konzern das Kredit-Rating mit der Übernahme nicht gefährde. Die Frage sei allerdings, wer eine Kapitalerhöhung zeichnen solle: "Niedersachsen fehlt das Geld, und Porsche scheidet wohl aus", so der Händler.

Heidelberger Druck geraten mit Fusionsspekulationen um manroland in den Blick des Marktes. Händler verweisen auf einen Bericht des "Platow-Brief", nach dem die Unternehmen eine Fusion prüften. Heidelberger Druck gewinnen 3,9% auf 4,81 EUR. Analysten sehen zwar durchaus Konsolidierungspotenzial in der krisengeschüttelten Branche, allerdings dürfte eine Fusion zwischen Heidelberger Druck und manroland nur unter sehr hohen Auflagen genehmigt werden.

Nach Zahlen ziehen Kontron um 1,5% auf 8,37 EUR an. "Die Erwartungen auf niedrigem Niveau getroffen", kommentiert Adrian Pehl, Analyst bei equinet, die Zahlen zum zweiten Quartal. Klar sei nunmehr allerdings auch, dass das Unternehmen die gegenwärtigen Konsensschätzungen für das laufende Jahr nicht mehr erreichen werde.

Mit einem Plus von 7,4% auf 18,70 EUR geht es für Solarworld deutlich kräftiger nach oben. "Eine solide Performance in einem schwierigen Markt", kommentiert Michael Tappeiner, Analyst beim UniCredit, die Zahlen von Solarworld. Gewinner im TecDAX sind indes QSC, die um 9,8% auf 1,68 EUR vorrücken. Positiv wird ein Bericht in der "FAZ am Sonntag" gewertet, besonders die Aussage zur einer möglichen Dividenden-Zahlung in zwei Jahren.

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