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20.04.2010

XETRA-START/Etwas fester - Daimler-Plus von 6,7% stützt

FRANKFURT(Dow Jones)--Etwas fester ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel am Dienstag gestartet. Gegen 9.46 Uhr gewinnt der DAX 0,5% oder 33 Punkte auf 6.195 Punkte. Vor allem die Automobilwerte stützen den DAX nach deutlich besser als erwartet ausgefallenen Daimler-Quartalszahlen. Auch von Wall Street kommen positive Vorgaben. Charttechnisch ist der Widerstand bei 6.200 Punkten in Reichweite. Sollte der DAX diese Hürde nachhaltig überwinden, dürfte sich das technische Bild deutlich aufhellen, so Analysten. Eine Unterstützung machen sie bei 6.055 Zählern aus.

FRANKFURT(Dow Jones)--Etwas fester ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel am Dienstag gestartet. Gegen 9.46 Uhr gewinnt der DAX 0,5% oder 33 Punkte auf 6.195 Punkte. Vor allem die Automobilwerte stützen den DAX nach deutlich besser als erwartet ausgefallenen Daimler-Quartalszahlen. Auch von Wall Street kommen positive Vorgaben. Charttechnisch ist der Widerstand bei 6.200 Punkten in Reichweite. Sollte der DAX diese Hürde nachhaltig überwinden, dürfte sich das technische Bild deutlich aufhellen, so Analysten. Eine Unterstützung machen sie bei 6.055 Zählern aus.

Im Handelsverlauf dürften weitere Quartalsberichte aus den USA für Impulse sorgen, im Vorfeld möglicherweise zunächst auch für Zurückhaltung. Am Nachmittag stehen Zahlen der Großbank Goldman Sachs auf der Agenda, sowie von Coca-Cola und Johnson & Johnson. Nach US-Börsenschluss wird Apple berichten. Auf der Konjunkturseite stehen um 11.00 Uhr die ZEW-Konjunkturerwartungen für April auf dem Programm.

Daimler hat am Montagabend nach Börsenschluss überraschend starke Zahlen vorgelegt, die die Erwartungen des Marktes übertroffen haben und die schon diverse Kurszielerhöhungen nach sich gezogen haben. "Der Umfang der Aufwärtsrevision ist stark positiv", meinen die Analysten von J.P. Morgan zu den vorläufigen Quartalszahlen und dem erhöhten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Das Konzern-EBIT sei im ersten Quartal mit 1,2 Mrd EUR deutlich höher ausgefallen als die erwarteten 668 Mio EUR.

"Dass Daimler die EBIT-Prognose für Mercedes-Benz Cars im laufenden Jahr mal eben verdoppelt hat, spricht dafür, dass sich die Wirtschaft womöglich doch kräftiger und nachhaltiger als bislang gedacht erholt", kommentiert ein Händler den Ausblick für 2010. "Da trifft die 2009 implementierte strikte Kostenkontrolle auf eine etwas stärker als erwartet anziehende Nachfrage, was zu einem extremen Hebel auf der Ergebnisseite führt." Daimler gewinnen 6,2% auf 38,54 EUR und tragen damit allein gut 20 Punkte zum DAX-Plus bei. BMW sind 3,7% fester auf 36,60 EUR. Auch VW gehören mit einem Plus von 2,1% auf 71,49 EUR zu den Gewinnern. Porsche steigen um 2,4% auf 44,90 EUR.

Die Automobilzulieferer profitieren vom Aufwind in der Branche. "Nach den Daimler-Zahlen sind einfach die ganzen Automobilzulieferer gefragt", sagt ein Händler. Continental legen 3,1% zu auf 40,10 EUR, für ElringKlinger geht es 1,7% nach oben auf 19,95 EUR. Leoni steigen 1,5% auf 17,94 EUR. Der Continental-Kurs werde zusätzlich von den am Morgen vorgelegten positiven Umsatzzahlen des Online-Reifenhändlers Delticom für das erste Quartal gestützt, sagt ein Händler.

Die Luftfahrtunternehmen können sich wieder etwas erholen, nachdem die Flugverbote gelockert worden sind. Experten geben allerdings noch keine Entwarnung, die Eruptionen des isländischen Vulkans sollen wieder stärker werden. Lufthansa steigen um 1,2% auf 12,56 EUR, für Fraport geht es 0,8% nach oben auf 39,83 EUR. Air Berlin legen 1,1% zu auf 4,06 EUR.

MTU Aero Engines gewinnen nach besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal 1,5% auf 42,75 EUR. "Ein guter Start in 2010, der die Gesamtjahresprognose als zu konservativ erscheinen lässt", kommentiert ein Marktteilnehmer. Vor allem das starke Militärgeschäft habe positiv überrascht.

Negativ reagiert der Markt hingegen auf neueste Zahlen von Bauer. Die Aktien geben um 0,8% auf 34,93 EUR nach. Der Ausblick für 2010 sei vorsichtig. Dies sei nicht überraschend, da das Management zuvor bereits angedeutet habe, dass die Maschinenbau-Sparte ein schwieriges Jahr vor sich habe, so die Analysten von UniCredit. Die Analysten gehen davon aus, dass weiterhin schwierige Monate bevorstehen bevor eine Trendwende bei der Auftragssituation zu sehen ist.

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