Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

25.10.2011

XETRA-START/Etwas fester - Vorsicht vor EU-Gipfel

FRANKFURT (Dow Jones)--Gewinnmitnahmen vor dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfel haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstagmorgen zunächst leicht ins Minus gedrückt. Anschließend gelingt aber die Sprung in positives Terrain. Allerdings bleiben Händler hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Aufschläge skeptisch. "Seit dem kleinen Verfalltag am Freitag hat der DAX rund 200 Punkte zugelegt, das eröffnet Raum, wieder einmal etwas Kasse zu machen", warnt ein Händler. Bis 9.53 Uhr steigt der DAX um 0,3% oder 18 auf 6.073 Punkte.

FRANKFURT (Dow Jones)--Gewinnmitnahmen vor dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfel haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstagmorgen zunächst leicht ins Minus gedrückt. Anschließend gelingt aber die Sprung in positives Terrain. Allerdings bleiben Händler hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Aufschläge skeptisch. "Seit dem kleinen Verfalltag am Freitag hat der DAX rund 200 Punkte zugelegt, das eröffnet Raum, wieder einmal etwas Kasse zu machen", warnt ein Händler. Bis 9.53 Uhr steigt der DAX um 0,3% oder 18 auf 6.073 Punkte.

Auf dem für Mittwoch angesetzten Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs soll ein Masterplan zur Lösung der Banken- und Schuldenkrise erarbeitet werden. Diesen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy bis zum G20-Treffen Anfang November in Cannes in Aussicht gestellt. "Eine auf mehr als 1,5 Bill EUR gehebelte EFSF und ein Haircut von weniger als 50% für die Banken dürfte den Markt sofort weiter nach oben treiben", sagt ein Börsianer.

Für neue Impulse könnte der vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelte Index des US-Verbrauchervertrauens sorgen. Ökonomen erwarten für Oktober einen Stand von 46,0 nach 45,4 Punkten im Vormonat. Darüber hinaus werden mit dem Case-Shiller- und dem FHFA-Hauspreisindex zwei neue Bulletins zum weiter siechen Immobilienmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt erwartet. Auf der Unternehmensseite steht mit dem Zahlenwerk von United Parcel Service der Geschäftsbericht eines wichtigen Wettbewerbers der Deutschen Post auf dem Programm. Analysten rechnen mit einem Gewinn von 1,07 USD je Aktie.

Im frühen Geschäft sind vor allem die Geschäftszahlen der Deutschen Bank für das dritte Quartal das Hauptgesprächsthema. Gemessen am düsteren Umfeld habe das Kreditinstitut einen soliden Gewinn erwirtschaftet, sagt Michael Rohr, Analyst bei Silvia Quandt Research. Alle Kostensenkungsprogramme seien in der Spur und das Kreditinstitut habe prompt reagiert, um sich den gegenwärtigen Marktbedingungen anzupassen. Zwar habe mit dem Ergebnis des Investment Bankings der wichtigste Gewinntreiber gefehlt, allerdings hätten Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung diese Schwäche zumindest zum Teil ausgeglichen. Deutsche Bank steigen um 0,8% auf 28,70 EUR.

Infineon verbilligen sich um 0,7% auf 6,22 EUR. Am Vorabend hat der US-Wettbewerber Texas Instruments mit seinem Bericht für das dritte Quartal und dem Ausblick auf das Schlussvierteljahr enttäuscht. Auch konjunktursensitive Titel, die zuvor überdurchschnittlich zulegten, notieren im Plus. So verteuern sich ThyssenKrupp um 0,5% auf 20,96 EUR, VW steigen um 0,1% auf 122,80 EUR.

In der zweiten Reihe geht es für Heidelberger Druckmaschinen um 4,7% auf 1,51 EUR nach unten. Der Anlagenbauer hat seinen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011/12 kassiert. Das Ziel eines ausgeglichenen Vorsteuerergebnisses könne wegen der konjunkturellen Aussichten voraussichtlich nicht erreicht werden. Kontron geben um 0,6% auf 5,25 EUR nach. "Das dritte Quartal wie erwartet, aber der Margenausblick auf das Schlussvierteljahr ist problematisch", sagt Silvia-Quandt-Analyst Eerik Budarz mit Blick auf den Geschäftsbericht des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund erscheine das Erreichen der Zielsetzung für das Gesamtjahr schwierig.

Im TecDAX können sich Dialog Semiconductor dem Abwärtssog bei den Chip-Werten nicht entziehen und fallen um 0,8% auf 15,08 EUR zurück. "Umsatz deutlich besser als erwartet, Gewinn leicht über der Prognose", kommentiert Veysel Taze, Analyst bei Close Brothers Seydler Research, die Geschäftszahlen des Unternehmens für das dritte Quartal. Auch der Ausblick auf das Schlussvierteljahr sei erfreulich und lasse auf ein abermaliges Rekordquartal schließen. "Das Unternehmen adressiert die richtigen Märkte und bleibt daher von der Halbleiterschwäche weitgehend verschont", sagt er.

DJG/jej/flf

Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.