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22.01.2010

XETRA-START/Etwas leichter - Obama-Pläne belasten Banken

FRANKFURT (Dow Jones)--Belastet von den Regulierungspälnen für den US-Bankensektor ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag etwas leichter in den Handel gestartet. Der DAX verliert gegen 9.30 Uhr 0,4% oder 21 auf 5.726 Punkte, zeigt sich damit von seinem Tief bei 5.709 aber bereits wieder etwas erholt. Aus technischer Sicht sei nach dem Bruch des Aufwärtstrends bestenfalls der Übergang in eine Seitwärtsbewegung zu erwarten. Unterstützt sei der DAX bei gut 5.600 Punkten, auf Widerstand treffe er bei 5.830 bis 5.850 Punkten.

FRANKFURT (Dow Jones)--Belastet von den Regulierungspälnen für den US-Bankensektor ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag etwas leichter in den Handel gestartet. Der DAX verliert gegen 9.30 Uhr 0,4% oder 21 auf 5.726 Punkte, zeigt sich damit von seinem Tief bei 5.709 aber bereits wieder etwas erholt. Aus technischer Sicht sei nach dem Bruch des Aufwärtstrends bestenfalls der Übergang in eine Seitwärtsbewegung zu erwarten. Unterstützt sei der DAX bei gut 5.600 Punkten, auf Widerstand treffe er bei 5.830 bis 5.850 Punkten.

Am Donnerstag hatte US-Präsident Obama drastischen Beschneidungen des Eigenhandels und der Anlagen in Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften für Geschäftsbanken in Aussicht gestellt. Um in den Wirren der Finanzkrise staatliche Hilfen bekommen zu können, hatten sich die großen US-Investmentbanken in Geschäftsbanken umgewandelt, gleichzeitig das Investmentbanking aber weiterbetrieben. Erste Analystenstimmen wie von der UBS sehen europäische Banken davon nicht stark betroffen.

Bankenaktien stehen wie erwartet weiter unter Druck. Deutsche Bank fallen um 3% auf 45,60 EUR, Commerzbank um 0,3% auf 6,10 EUR.

Sonstige Impulse für die Börsen sind rar. Bei den Konjunkturdaten steht der belgische Geschäftsklimaindex für Januar an. Er gilt als brauchbarer Vorläufer für den deutschen ifo-Geschäftsklimaindex in der kommenden Woche. Neue Impulse könnten von den Zahlen von General Electric ausgehen, gute Quartalsergebnisse würden allerdings für "sell on good news genutzt", wie die nachbörslichen Verluste bei Google und American Express zeigten, heißt es im Handel.

ThyssenKrupp starten nach der Hauptversammlung am Vortag mit einem Dividendenabschlag in den Handel. Der Stahlkocher schüttet 0,30 EUR je Aktie aus, was einem rechnerischen Abschlag auf den Schlusskurs von 1,2% entspricht. Mit dem aktuellen Minus von nur 0,6% oder 0,15 EUR auf 25,03 EUR notiert die Aktie also faktisch im Plus.

Daneben stehen zahlreiche Umstufungen im Blick. So ist Goldman Sachs durch den Autosektor gegangen und hat Daimler auf "Neutral" nach "Buy" gesenkt (Kurs -0,8%), Continental (+1,6%) angehoben auf "Kaufen" nach "Neutral" und Elringklinger (-4,2%) auf "Sell" nach "Neutral" gesenkt. Leoni (-0,9%) wurden auf "Neutral" nach "Kauf" abgestuft.

J.P.Morgan hat unter den TecDAX-Werten das Kursziel von United Internet (-0,2% auf 10,25 EUR) auf 11 nach 10 EUR erhöht und für QSC (+0,9% auf 1,63 EUR) auf 1,90 nach 1,10 EUR. Die Citigroup hat das Ziel der Deutschen Telekom (+0,6% auf 9,93 EUR) leicht angepasst auf 10,50 nach 10,70 EUR und United Internet auf "Buy" nach "Hold" erhöht. Das Ziel hoben sie auf 14,20 nach 11 EUR.

Hochtief zeigen wie erwartet Relative Stärke und legen 0,8% zu auf 55,08 EUR. Ein Konsortium um Hochtief erhält einen Auftrag aus der Slowakei zum Bau eines Autobahnabschnitts. "Das sollte die Stimmung leicht stützen", so ein Händler.

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