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28.01.2008

XETRA-START/Schwach - DAX von Anfangsverlusten zum Teil erholt

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach tendiert der deutsche Aktienmarkt am Montag im frühen Handel nach enttäuschenden Vorlagen aus den USA und vor allem Asien, wo der Nikkei um 4% eingebrochen ist. Allerdings hat er sich vom Tagestief bei 6.680 etwas erholt. Gegen 9.45 Uhr verliert er noch 1,4% oder 96 auf 6.721 Punkte. Es gebe Zweifel, ob die US-Notenbank die Zinsen am Mittwoch weiter senke, meinen Händler. Zumindest gebe es Spekulationen, dass der Zinsschritt geringer ausfallen könnte als bislang im Konsens mit 50 Punkten erwartet.

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach tendiert der deutsche Aktienmarkt am Montag im frühen Handel nach enttäuschenden Vorlagen aus den USA und vor allem Asien, wo der Nikkei um 4% eingebrochen ist. Allerdings hat er sich vom Tagestief bei 6.680 etwas erholt. Gegen 9.45 Uhr verliert er noch 1,4% oder 96 auf 6.721 Punkte. Es gebe Zweifel, ob die US-Notenbank die Zinsen am Mittwoch weiter senke, meinen Händler. Zumindest gebe es Spekulationen, dass der Zinsschritt geringer ausfallen könnte als bislang im Konsens mit 50 Punkten erwartet.

Die vorgezogene Senkung in der vergangenen Woche um 75 Basispunkte sei vor allem zur Beruhigung der einbrechenden Finanzmärkte erfolgt. Es sei allerdings zweifelhaft, ob die US-Notenbank diesen Schritt vollzogen hätte, wenn sie über die Zwangsverkäufe durch die Societe Generale am vergangenen Montag unterrichtet gewesen wäre. Andererseits belaste das Thema Subprime weiter, wie Spekulationen um neue Abschreibungen bei Fortis zeigten. Damit könnten sich die Spekulationen auf einen ausbleibenden Zinsschritt wiederum als ungerechtfertigt erweisen.

Aus technischer Sicht sei der DAX bei 6.420 Punkten unterstützt, bei 6.880 Punkten liegt laut Analysten ein erster Widerstand. Weitere Hürden sehen Marktteilnehmer bei 7.000 und bei 7.190 Punkten. Auf Konjunkturseite stehen als Impulsgeber lediglich die US-Neubauverkäufe auf der Agenda. Am Abend spricht allerdings noch US-Präsident Bush zur Lage der Nation. Dabei wird im Handel besonders darauf geachtet, welche Worte Bush zur Krise am US-Immobilienmarkt und zu möglichen Hilfspaketen finden wird.

Zu den Einzelwerten heißt es mit Blick auf MAN und Scania, eine Auflösung der Patt-Situation sei nicht in Sicht. MAN hat den Anteil an Scania laut "Euro am Sonntag" leicht erhöht auf über 16% von 15,6% im Dezember. Die Aktie verliert im Feld der nachgebenden Zykliker 2,3% auf 80,81 EUR. Commerzbank leiden unter der Absenkung des Kursziels auf 22 von 31 durch die UBS. Das Minus beträgt 2,5% auf 19,00 EUR. Siemens verlieren 3,3% auf 81,17 EUR.

Die Spekulation um einen Einstieg von Tata bei T-Systems stützt Deutsche Telekom wider Erwarten bislang kaum. T-Systems warte seit Monaten auf einen Interessenten, so dass ein Vollzug das Sentiment für die Telekom verbessern würde, heißt es. Die T-Aktie gibt um 1,3% auf 13,41 EUR nach. Hypo Real Estate bauen mit einem Gewinn von 0,7% die überverkaufte Lage weiter ab. Die Versicherer profitieren unterdessen von einem kräftigen Erholung bei Fortis. Hier haben sich am Freitag noch stark kursdrückende Spekulationen über eine Gewinnwarnung nicht bewahrheitet.

Die Experten von UniCredit sprechen von soliden Erstquartalszahlen bei Wincor Nixdorf. Der Hersteller von Zahlungsverkehrssystemen hat den Nettoumsatz um 10% im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 auf 602 Mio EUR gesteigert und damit die Markterwartungen sowie die der Bank übertroffen. Nach dem Motto "Sell on good news" verliert der Wert 1,7% auf 55,34 EUR.

Positiv wird im Handel der Start des Aktienrückkaufprogramms bei Kontron aufgenommen. Das TecDAX-Unternehmen will in den kommenden 6 Monaten 1,5 Mio Aktien oder 3% des Grundkapitals zurückkaufen. Die Aktie liegt mit 0,4% auf 11,46 EUR stabil im Markt.

DJG/mif/gos

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