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28.07.2008

XETRA-START/Schwächer - Banken- und Autotitel belasten erneut

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwächer ist der deutsche Aktienmarkt am Montagmorgen in die neue Handelswoche gestartet. Der DAX verliert gegen 9.45 Uhr 1,1% oder 72 auf 6.364 Punkte. Vor allem die erneute Schwäche der Finanztitel drückt den Index nach unten. Hier belastet eine Gewinnwarnung der australisch-neuseeländischen ANZ-Bank nach heftigen Abschreibungen auf ihr Kreditportfolio. Am Freitag hatte bereits die National Australia Bank gewarnt. "Damit haben zwei der vier großen Banken binnen zwei Tagen gewarnt - das hat das Vertrauen wirklich erschüttert", sagt Patrick Crabb, Chef des institutionellen Handels von Goldman Sachs, Melbourne.

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwächer ist der deutsche Aktienmarkt am Montagmorgen in die neue Handelswoche gestartet. Der DAX verliert gegen 9.45 Uhr 1,1% oder 72 auf 6.364 Punkte. Vor allem die erneute Schwäche der Finanztitel drückt den Index nach unten. Hier belastet eine Gewinnwarnung der australisch-neuseeländischen ANZ-Bank nach heftigen Abschreibungen auf ihr Kreditportfolio. Am Freitag hatte bereits die National Australia Bank gewarnt. "Damit haben zwei der vier großen Banken binnen zwei Tagen gewarnt - das hat das Vertrauen wirklich erschüttert", sagt Patrick Crabb, Chef des institutionellen Handels von Goldman Sachs, Melbourne.

Damit sehen auch die europäischen Märkte ihre bange Wartehaltung von den Halbjahresberichten vieler DAX- und Euro-Stoxx-Unternehmen bestätigt. Nach den Gewinnwarnungen von Daimler und Münchener Rück dürften nun wohl weitere folgen, heißt es im Handel. Stützend wirkten lediglich der Rückgang des Ölpreises auf rund 123 USD und das schnelle Passieren des milliardenschweren Hilfspakets für Hausbesitzer und Banken im US-Senat.

Das Gesetz sieht unter anderem Umschuldungshilfen für in Schwierigkeiten geratene Hausbesitzer vor. Auch den US-Finanzinstituten soll mit dem Notpaket unter die Arme gegriffen werden, vor allem den krisengeschüttelten Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac. Sie verwalten rund 40% der privaten Immobilienkredite in den USA.

Aus technischer Sicht treffe der DAX beim Hoch der vergangenen Woche bei 6.577 auf Widerstand, darüber begrenze der Abwärtstrend bei 6.850 Punkten das Aufwärtspotenzial, heißt es von Analysten. Unterstützt werden dürfte der DAX beim Freitag-Tief bei 6.330 Punkten.

Lufthansa sind aufgrund des Streikbeginns Tagesverlierer und geben um 4,4% auf 14,76 EUR nach. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi koste der Streik die Gesellschaft etwa 5 Mio EUR täglich. Analysten halten die Schätzung zum Teil jedoch für übertrieben, da der Organisationsgrad der Gewerkschaft beim fliegenden Personal viel zu gering sei. "Die Kosten hängen von der Anzahl der Flugausfälle ab", sagt Nils Machemehl von der BHF-Bank dazu. Lufthansa könnten diese durch den Einsatz von Drittfirmen vermindern.

Postbank fallen um 1,8% auf 58,50 EUR. Händler verweisen auf einen Bericht des "Focus", demzufolge es bei der Deutschen Bank Gegenwind zu einem Gebot für die Postbank gebe. Die Deutsche Bank könnte bei einem Kauf der Postbank selbst zum Übernahmekandidaten werden, so Händler mit Blick auf den Bericht. Allerdings habe die Post selbst zuletzt gesagt, ein Verkauf sei nicht eilig. Die Post könne sich Zeit lassen. Deren Aktien geben um 1,4% auf 15,69 EUR nach.

Andere Finanztitel trifft es derzeit härter: So fallen Deutsche Börse um 3,9% auf 72,30 EUR. Hier hat die Credit Suisse das Kursziel deutlich auf 115 von 135 EUR gesenkt. Deutsche Bank fallen um 2,2% auf 58,25 EUR, Allianz um 2,3% auf 106,65 EUR. Auch die Autotitel werden in den Abgabestrudel hineingezogen: BMW verlieren 2,7%, Daimler 1,5% und VW 0,3%.

Continental geben nur um 0,8% auf 72,30 EUR nach. Hier hat sich Europas größte Fondsgesellschaft DWS auf die Seite des Conti-Vorstands geschlagen. "Wir sehen die Übernahme bedenklich. Die Kontrolle durch Schaeffler kann erhebliche Nachteile für die übrigen Conti-Aktionäre bringen", so DWS-Manager Henning Gebhardt gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Kontron drehen nach positiver Eröffnung und Gewinnmitnahmen ins Minus und verlieren 4% auf 9,42 EUR. Die am Morgen vorgelegten Zahlen wurden jedoch als "überzeugend" eingestuft. Das Unternehmen befinde sich auf dem richtigen Weg. Der Umsatz soll nach Unternehmensangaben zweistellig wachsen, das Ergebnis dabei überproportional. Die Bestätigung des Ausblicks wurde im Vorfeld vom Markt erwartet.

DJG/mod/reh

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