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04.10.2011

XETRA-START/Sehr schwach - Bankwerte stürzen weiter ab

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag in den Handel gestartet. Weitere Sorgen um die Refinanzierung Griechenlands drücken den DAX gegen 9.36 Uhr um 2,3% oder 123 auf 5.252 Punkte. "Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat die nächste Tranche an Hilfsgeldern für Griechenland jetzt erst für November in Aussicht gestellt. Das bedeutet, dass sich die Hängepartie und damit die Unsicherheit weiter fortsetzt", sagt ein Händler.

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag in den Handel gestartet. Weitere Sorgen um die Refinanzierung Griechenlands drücken den DAX gegen 9.36 Uhr um 2,3% oder 123 auf 5.252 Punkte. "Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat die nächste Tranche an Hilfsgeldern für Griechenland jetzt erst für November in Aussicht gestellt. Das bedeutet, dass sich die Hängepartie und damit die Unsicherheit weiter fortsetzt", sagt ein Händler.

Außerdem könnten die Banken stärker am Rettungspaket beteiligt werden. Dies spiegelt sich in deutlichen Verlusten der Finanzwerte. Auch ein ursprünglich für den 13. Oktober geplantes Treffen der Finanzminister zum Thema Griechenland wurde abgesagt.

Dazu belasten schlechte Vorgaben von Wall Street. Der Dow-Jones-Index hatte am Montag nach Handelsschluss in Europa noch um 2,2% nachgegeben, der S&P-500-Index verlor sogar noch 2,6%. Daneben drückt die Furcht vor einer Rezession weiter auf die Stimmung: Goldman Sachs hat nun auch die Prognosen gesenkt, für die Euro-Zone rechnet das Haus für das kommende Jahr nur noch mit einem Wachstum von 0,1% nach 1,3% bisher.

Für neue Impulse könnte am Nachmittag US-Notenbankchef Ben Bernanke bei seinem Auftritt vor dem Gemeinsamen Wirtschaftsausschuss von Senat und Repräsentantenhaus sorgen. Ebenfalls auf dem Programm steht der Auftragseingang der US-Industrie im August. Aus Deutschland stehen die wichtigen VDMA-Auftragseingänge für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau an. Volkswirte rechnen mit einem gegenüber dem Vormonat unveränderten Stand der Orders.

Aus technischer Sicht gilt der DAX um 5.150 sowie bei 4.965 Punkten als unterstützt. Einen Widerstand sehen Händler im Bereich zwischen 5.650 und 5.700 Punkten.

Unter erneutem Abgabedruck stehen Finanzwerte. Deutsche Bank fallen um 4,7%, Allianz um 4,3%, Commerzbank um 6% und Aareal Bank im MDAX um 7,4%. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte eine stärkere Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung Griechenlands angedeutet. In dieser Frage habe es seit der Entscheidung vom 21. Juli "Veränderungen" gegeben, die "berücksichtigt werden müssten", sagte er. Seinerzeit hatten sich die Euroländer darauf geeinigt, Banken und Versicherer bei der Sanierung des hellenischen Haushalts mit 21% zur Kasse zu bitten.

Keinen positiven Impuls für Autos üben die neuen US-Absatzzahlen aus. VW brechen um 5,8% ein BMW um 4,1% und Daimler um 4%. "Die Zahlen sind zwar gut, und alle deutschen Hersteller haben kräftig zugelegt", so ein Händler mit Blick auf den September-Absatz. Allerdings überwiege weiter das "aggressive Auspreisen" der Wachstumsgeschichte in China. Continental und Leoni im MDAX geben 4,4% nach.

Auch andere zyklische Werte stehen unter Druck: Thyssen fallen um 2,7% auf 17,43 EUR, BASF um 3,1% auf 43,73 EUR. Infineon fallen 5% auf 5,13 EUR, nachdem das Unternehmen Investitionen auf den Prüfstand stellen will, um sich für eine Abschwächung der Weltwirtschaft zu rüsten. Im MDAX fallen EADS 5,6%, Gildemeister 4,7% und Wacker Chemie um 4,3%.

DJG/mod/raz

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