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12.12.2008

XETRA-VERLAUF/DAX nahe Tagestief - Autos und Banken schwach

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einer zwischenzeitlichen Erholung handelt der DAX im Verlauf erneut nahe dem Tagestief. "Oberhalb der Marke von 4.600 Punkten besteht momentan Abgabedruck" so ein Händler. Der DAX verliert um 11.15 Uhr 4,1% oder 196 Punkte auf 4.571. Die schwächsten Werte kommen aus dem Automobilsektor, nachdem das Hilfspaket für die US-Automobilhersteller im US-Senat gescheitert ist. Es stehen aber nicht nur die zyklischen Titel unter Druck, sondern auch die Banken mit Aussagen des CEO von J.P.Morgan, Jamie Dimon, der von einem "schrecklichen" vierten Quartal spricht.

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einer zwischenzeitlichen Erholung handelt der DAX im Verlauf erneut nahe dem Tagestief. "Oberhalb der Marke von 4.600 Punkten besteht momentan Abgabedruck" so ein Händler. Der DAX verliert um 11.15 Uhr 4,1% oder 196 Punkte auf 4.571. Die schwächsten Werte kommen aus dem Automobilsektor, nachdem das Hilfspaket für die US-Automobilhersteller im US-Senat gescheitert ist. Es stehen aber nicht nur die zyklischen Titel unter Druck, sondern auch die Banken mit Aussagen des CEO von J.P.Morgan, Jamie Dimon, der von einem "schrecklichen" vierten Quartal spricht.

Auch die Yen-Stärke wird als negatives Zeichen eingestuft, da die Währung in den vergangenen Monaten ein verlässlicher Gradmesser für die Risikoaversion dargestellt hat. Leicht positiv sei dagegen, dass das Öl zunächst seine Erholungsbewegung fortsetzt. Aus technischer Sicht sei ein Index-Rückschlag in den Bereich um 4.500 möglich. Neue Impulse könnten am Nachmittag von den US-Erzeugerpreisen, den US-Einzelhandelsumsätzen und dem Michgan-Index für das Verbrauchervertrauen ausgehen.

Mit Scheitern des vorgeschlagenen Rettungsplans für die US-Automobilhersteller steigt laut den Analysten der LBBW die Wahrscheinlichkeit, dass GM und Chrysler Gläubigerschutz nach "Chapter 11" anmelden. Sie hatten bereits angekündigt, finanziell nicht allein bis zum Jahresende durchhalten zu können. Daimler verlieren daraufhin um 7,2% auf 23,30 EUR, BMW 4,4% auf 21,45 EUR und Volkswagen 1,9% auf 300,30 USD. In Frankfurt verlieren GM 37% auf 1,99 EUR und Ford 10% auf 1,98 EUR.

Besonders schwierig wird es zudem für die Automobilzulieferer, wenn ihre Kunden unter "Chapter 11" schlüpfen. Die bestehenden Forderungen aus geleisteten Lieferungen würden deutlich an Wert verlieren, was zu kräftigem Abschreibungsbedarf führen würde, heißt es im Handel.

Nicht überbewerten sollten Anleger Gedankenspiele um einen Hilfsfonds durch die deutsche Autoindustrie: "Den Autoherstellern fehlt das Geld für umfangreiche Hilfsmaßnahmen", so Heino Ruland, Analyst von FrankfurtFinanz. Continental verlieren 6,1% auf 35,11 EUR, Leoni 15% auf 9,80 EUR, und Tognum geben um 13% auf 7,79 EUR nach.

Belastend für die Banken wirken sich die Aussagen von CEO Jamie Dimon von J.P.Morgan aus. Dieser hatte am Vorabend das vierte Quartal als "schrecklich" für seine Bank eingestuft, auch für 2009 erwartet er ein "hartes Jahr". Commerzbank geben um 6% auf 6,72 EUR nach, Deutsche Bank verlieren 5,3% auf 26,36 EUR.

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