Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


27.04.2007

XETRA-VERLAUF/DAX vor US-BIP-Daten weiter knapp behauptet

FRANKFURT (Dow Jones)--Deutsche Aktien präsentieren sich nach den Höchstständen vom Vortag am Freitagvormittag weiter knapp behauptet. Eine zwischenzeitliche Ausweitung der Verluste wurde knapp unterhalb einer Unterstützungszone abgefangen. Gegen 11.15 Uhr gibt der Leitindex um 0,1% bzw 10 Punkte auf 7.376 nach. Der DAX könnte zunächst weiter in der Spanne zwischen der Unterstützung bei 7.350 Punkten bzw dem Tief bei 7.341 und dem neuen Hoch von 7.412 Punkten handeln. Sollte der DAX das Hoch überwinden, stehe einem Anstieg auf 7.500 Punkte nicht mehr viel im Weg, heißt es am Markt. Gestützt werde die Stimmung weiterhin von Übernahmespekulationen, die jederzeit beinahe jedes Unternehmen erfassen können, sowie von der günstig verlaufenden Quartalsberichtssaison.

Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich zudem bereits auf die am Nachmittag anstehenden Daten zum US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal, von dem neue Impulse erwartet werden. Die von Dow Jones Newswires befragten Bankvolkswirte erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt zwischen Januar und März annualisiert nur noch um 1,8% gestiegen ist und damit das schwächste Wachstumstempo seit dem Wirbelsturm Katrina im Herbst 2005 aufweist.

Aktien der Deutschen Post legen an der DAX-Spitze um 3,7% auf 25,23 EUR zu. Marktteilnehmer verweisen auf anhaltende Spekulationen um Kaufinteresse von Private-Equity-Seite. Auch das Ende des Briefmonopols ist nach Ansicht des SPD-Abgeordneten Rainer Wend nicht sicher. Zudem sei entgegen aller Dementis auch weiterhin ein möglicher Verkauf der Postbank ein Thema am Markt. Postbank-Papiere gewinnen nach anfänglicher Schwäche 3,5% auf 72,27 EUR. Andere Finanztitel wie die Commerzbank leiden dagegen unter Gewinnmitnahmen, heißt es.

Henkel sind ebenfalls sehr gefragt und gewinnen 3,4% auf 117,50 EUR. Die Papiere des Konsumgüterherstellers seien im Vorfeld der kommenden Mittwoch anstehenden Quartalszahlen gesucht. Das Unternehmen habe zuletzt mit seinen Berichten eher enttäuscht. Vielleicht gebe es nun einmal eine positive Überraschung, heißt es. MAN ziehen um 1,9% auf 97,60 EUR an. Die Zahlen des Wettbewerbers Scania seien sehr gut, heißt es im Handel. Die runde Marke von 100 EUR rücke in den Blick.

Infineon stößt mit seinem Quartalsbericht auf ein gemischtes Echo. Mehrheitlich überwiegen kritische Stimmen, als "nicht ganz so enttäuschend" bezeichnet indes Analyst Alexander Rummler von der Bayerischen Landesbank die von Infineon vorgelegten Zahlen. Infineon hat unter anderem belastet von einem Rückgang der Speicherchippreise im zweiten Quartal einen Verlust verbucht. Im laufenden dritten Quartal rechnet das Unternehmen für die Segmente ohne Qimonda allerdings mit einen Anstieg des Umsatzes im Vergleich zum zweiten Quartal. Infineon geben um 0,4% auf 11,85 EUR nach. Im TecDAX verlieren Kontron nach Zahlen "in line" mit der Markterwartung 2,7% auf 14,11 EUR.

Allianz-Papiere geben leicht um 0,1% auf 165,10 EUR nach. Der Konzern hält nach Angaben der französischen Börsenaufsicht inzwischen 92,18% an der Versicherung Assurances Generales de France SA (AGF), AGF selbst hält 3,21%. Bei Minderheitsaktionären lägen damit noch 4,61%. Damit sieht die Allianz ihr Ziel erreicht und will ein "Squeeze-out"-Verfahren zum Erwerb der restlichen Anteile einleiten. Nur optisch im Minus liegen BASF und Münchner Rück, die am Berichtstag ihre jährliche Dividende ausschütten. Bei Celesio und Beiersdorf im MDAX fällt das Minus wegen der Dividendenzahlung höher aus. Keinen glücklichen Start erwischt der Börsenneuling Versatel. Mit 27,60 EUR werden die Papiere des Telekomunternehmens deutlich unter dem ohnehin am unteren Ende der Erwartungen liegenden Ausgabepreis von 29 EUR gehandelt.

DJG/ahg/hru/reh

Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.