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27.06.2008

XETRA-VERLAUF/Finanzmarktkrise schickt DAX auf Dreimonatstief

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwächer tendiert der deutsche Aktienmarkt am Freitagvormittag. Der DAX ist im Tagestief bis auf 6.348 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 20. März gefallen. Am Markt kursieren nach Aussage von Händlern erneut Spekulationen um weitere hohe Abschreibungen bei Banken. Die Citigroup beispielsweise sieht die Deutsche Bank unter erhöhtem Druck, das Kapital erhöhen zu müssen. Zudem ist der Ölpreis am Morgen auf ein neues Rekordhoch bei 141,71 USD je Barrel gestiegen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwächer tendiert der deutsche Aktienmarkt am Freitagvormittag. Der DAX ist im Tagestief bis auf 6.348 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 20. März gefallen. Am Markt kursieren nach Aussage von Händlern erneut Spekulationen um weitere hohe Abschreibungen bei Banken. Die Citigroup beispielsweise sieht die Deutsche Bank unter erhöhtem Druck, das Kapital erhöhen zu müssen. Zudem ist der Ölpreis am Morgen auf ein neues Rekordhoch bei 141,71 USD je Barrel gestiegen.

Der DAX gibt gegen 11.08 Uhr um 1,1% bzw 68 Punkte auf 6.391 nach. Damit hat er sich um 43 Punkte vom Tagestief erholt. Mit dem Unterschreiten der Unterstützungszone von 6.430 bis 6.380 Punkten drohe ein Abrutschen des DAX bis auf die Jahrestiefs von 6.168 Punkten, sagen charttechnisch orientierte Analysten.

"Es ist noch immer viel Unsicherheit am Markt über den Trend von Konjunktur und Aktien im zweiten und dritten Quartal", kommentiert ein Händler mit Blick auf den kurz bevorstehenden Halbjahres-Ultimo. Den größten Einfluss auf die Kurse seitens der Konjunktur dürfte am Nachmittag der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan im Juni haben.

Unter den Einzeltiteln büßen Deutsche Bank 3,2% auf 55,33 EUR ein und Postbank 1,2% auf 56 EUR. Deutsche Börse verlieren 2,5% auf 72 EUR. Laut der "Börsen-Zeitung" will die Börse den Xetra-Handel künftig eine halbe Stunde früher um 8.30 Uhr beginnen lassen. Marktteilnehmer werten den Artikel als Ausdruck des wachsenden Konkurrenzdrucks, dem sich der Börsenbetreiber durch alternative Handelsplattformen wie Chi-X oder Turquoise ausgesetzt sehen dürfte.

Händler zeigen sich hiervon ebenfalls nicht begeistert. Längere Handelszeiten hätten schon in der Vergangenheit nicht funktioniert, und es gebe keine Anzeichen, dass dies in Zukunft der Fall ist, heißt es. Längere Handelszeiten führten lediglich zu einer Verwässerung der Liquidität, zögen aber keinesfalls neue Gelder und Umsätze an.

Finanzwerte wie Hypo Real Estate, Allianz und Münchener Rück geben nach, ebenso zyklische Aktien wie Daimler, BMW und Infineon, die mit einem Minus von 3,4% auf 5,61 EUR größter DAX-Verlierer sind. Im MDAX trifft es Bilfinger Berger, Deutz und Heidelberger Druck. Am besten halten sich noch die weniger konjunkturabhängigen Titel wie Merck, Fresenius Medical Care sowie die Versorger RWE und E.ON.

Mit MAN und TUI tendieren zwei weitere "Zykliker" sehr schwach. BASF halten sich mit einem Minus von 0,4% auf 44,13 EUR etwas besser. Bei der Aktie wird ein Split im Verhältnis 1 zu 2 wirksam. Zudem hat die Deutsche Bank das Kursziel um 4 auf 58 EUR erhöht hat und rät weiter zum Kaufen.

Premiere steigen um 1,5% auf 14,13 EUR. Laut Händlern dürfte ein Bericht im "Wall Street Journal" (WSJ), dem zufolge die News Corp die Übernahme von Premiere und der spanischen Digital+ plant, die Aktie stützen. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Premiere mit 25,01% beteiligt.

WireCard setzen im TecDAX den Kurssturz vom Donnerstag fort, die Aktien büßen weitere 12,9% auf 6,75 EUR ein. Bereits am Vortag hatten Gerüchte um die Bilanzqualität die Aktie einbrechen lassen.

DJG/bek/reh

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