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05.11.2008

XETRA-VERLAUF/Gewinnmitnahmen statt Anschlusskäufe - DAX -2%

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt weitet am Mittwochvormittag seine anfänglichen Verluste aus. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen nach der kräftigen Erholung an den vorangegangenen Handelstagen. Zudem blieben Anschlusskäufe aus. Am frühen Morgen hatte es noch nach deutlichen Aufschlägen ausgesehen, allerdings würden nun die positiven Vorgaben der Wall Street und der asiatischen Börsen von den immer deutlicher nachgebenden S&P-Futures verdrängt. Gegen 11.01 Uhr verliert der DAX 2% oder 106 Punkte auf 5.173.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt weitet am Mittwochvormittag seine anfänglichen Verluste aus. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen nach der kräftigen Erholung an den vorangegangenen Handelstagen. Zudem blieben Anschlusskäufe aus. Am frühen Morgen hatte es noch nach deutlichen Aufschlägen ausgesehen, allerdings würden nun die positiven Vorgaben der Wall Street und der asiatischen Börsen von den immer deutlicher nachgebenden S&P-Futures verdrängt. Gegen 11.01 Uhr verliert der DAX 2% oder 106 Punkte auf 5.173.

Aus technischer Sicht sei der DAX bei 4.800 Punkten unterstützt, meint Michael Riesner, technischer Analyst der UBS. Ferner spreche die Situation an den Märkten auch weiterhin für hohe Kursausschläge, meinen technische Analysten und Händler. Darauf deuteten die hohen Volatilitäten hin. "Insofern ist der starke Rückgang um mittlerweile rund 100 Punkte eigentlich keine Überraschung". Dessen ungeachtet steht derweil der Fortgang der Berichtssaison im Blick sowie der ISM-Index für die Dienstleistungen in den USA und der ADP-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag.

Mit der VW-Aktie steht ein alter Bekannter an der Spitze des DAX. "Wir sehen die typische Bewegung der vergangenen Wochen", so ein Händler. In einem festen Markt lagen VW zuletzt immer vergleichsweise schwach und in einem schwachen Markt immer fest. VW gewinnen 5,9% auf 422 EUR. Am Tabellenende rangieren dagegen Infineon mit einem Abschlag von 13% auf 2,66 EUR. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen, nachdem der Kurs innerhalb kurzer Zeit um 70% zugelegt habe.

Deutsche Börse verlieren nach Vorlage von Zahlen 3,2% auf 66,60 EUR. Die Zahlen seien zwar gut, so Analysten, allerdings hätten viele Marktteilnehmer darauf spekuliert und nähmen nun Gewinne mit. Die Aktie legte zuvor in einer Woche um rund 50% zu, heißt es etwa von der Citigroup. Auf überraschend hohe Umsätze bei der Eurex verweist equinet-Analyst Christian Muschick.

ThyssenKrupp verlieren 7,6% auf 15,59 EUR. Händler begründen dies mit dem schwachen Arcelor-Ausblick. "Die Probleme betreffen die ganze Branche", so ein Händler. Die Nachfrage der wichtigsten Abnehmer aus Automobilbau, Maschinenbau und Bau selbst leide unter der schwachen Konjunkturentwicklung.

Gleich doppelt unter der Übernahme der Schweizer Ciba leiden BASF - die Aktie verliert 5,3% auf 27,68 EUR. Zum einen habe Ciba den Ausblick gesenkt. "Das macht die Übernahme weniger attraktiv", so ein Händler. Zum anderen müsse BASF offenbar die Finanzierungskonditionen nachbessern. "Hier merken wir die Kreditklemme", so ein Analyst. Er meint, die Finanzierungskosten stiegen vermutlich um 10,5 Mio CHF.

Aus der zweiten Reihe geraten allen voran Leoni nach einer weiteren Gewinnwarnung unter Druck und verlieren 16% auf 10,25 EUR. Hannover Rück geben nach dem Ausweis von als "schwach" eingestuften Zahlen um 5,5% auf 19,57 EUR nach. Zudem hat der Rückversicherer die Dividende für 2008 gestrichen. Im TecDAX schießen QSC nach Zahlenvorlage um 15% auf 1,69 EUR nach oben. Analyst Frank Rothauge von Sal. Oppenheim bezeichnet die Zahlen als "große Erleichterung".

DJG/eyh/raz

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