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08.04.2008

XETRA-VERLAUF/Schwach - Technologie- und Finanzwerte unter Druck

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Dienstag im Verlauf weiterhin schwach, vergrößert seine Verluste aus dem frühen Geschäft aber zumindest nur wenig. "Ohne Schützenhilfe von der Wall Street will man sich wohl nicht weiter vorwagen", sagen Marktteilnehmer. Gegen 11.20 Uhr verliert der DAX 1,1% oder 75 auf 6.745 Punkte. Nach den kräftigen Aufschlägen der vergangenen Handelstage wird der deutsche Standardwerteindex nunmehr von Gewinnmitnahmen belastet, die ein Mix aus schlechten Vorgaben der Börsen in Übersee und negativen Nachrichten aus einzelnen Sektoren ausgelöst hat. Besonders kräftig kommen Technologie- und Finanzwerte unter die Räder.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Dienstag im Verlauf weiterhin schwach, vergrößert seine Verluste aus dem frühen Geschäft aber zumindest nur wenig. "Ohne Schützenhilfe von der Wall Street will man sich wohl nicht weiter vorwagen", sagen Marktteilnehmer. Gegen 11.20 Uhr verliert der DAX 1,1% oder 75 auf 6.745 Punkte. Nach den kräftigen Aufschlägen der vergangenen Handelstage wird der deutsche Standardwerteindex nunmehr von Gewinnmitnahmen belastet, die ein Mix aus schlechten Vorgaben der Börsen in Übersee und negativen Nachrichten aus einzelnen Sektoren ausgelöst hat. Besonders kräftig kommen Technologie- und Finanzwerte unter die Räder.

Nachdem der DAX bereits im frühen Handelsgeschehen das Tagestief vom Montag bei 6.795 Zählern unterschritten hat, ist der Index aus charttechnischer Sicht nunmehr in seine Konsolidierungsbox zurückgekehrt. Damit könnte er bis zur ursprünglichen Ausbruchslinie bei 6.660 Zählern nachgeben. Auf Widerstand trifft der DAX bei 6.885 Punkten.

Zu der negativen Stimmung am deutschen Aktienmarkt haben nicht zuletzt die schlechten Vorgaben der Aktienmärkte in den USA und Japan gesorgt. Die Notierungen an Wall Street sind im Verlauf der Sitzung vom Vortag wieder von ihren Tageshochs zurückgekommen, der Nikkei hat mit einem kräftigen Minus von 1,5% geschlossen. Darüber hinaus wird der deutsche Aktienmarkt durch den weiter anziehenden Ölpreis sowie den schwachen Start in die US-Berichtssaison belastet.

Am Montag legte der Aluminiumhersteller Alcoa als traditionell erstes US-Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal vor und enttäuschte die Märkte. Daneben sorgte die Umsatzwarnung des Chip-Herstellers AMD für eine negative Überraschung. Auch die Nachricht, dass die südkoreanische Halbleiterschmiede Hynix lediglich bei einigen Kunden marginale Preiserhöhungen für ihre DRAM-Bausteine durchgesetzt konnte, wurde negativ aufgenommen.

Infineon führen dann auch mit großem Abstand die Verliererliste im DAX an und verbilligen sich nach der Rally der zurückliegenden Handelstage um 6,1% auf 4,77 EUR. Deutsche Postbank geben um 4,3% auf 58,34 EUR nach. Die Papiere werden von einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" belastet, dem zufolge die Deutsche Post keine sonderliche Eile beim Verkauf ihrer Tochtergesellschaft hat. Deutsche Post selbst fallen um 1,6% auf 20,32 EUR. Auch andere Finazwerte geben aufgrund von Gewinnmitnahmen nach: Commerzbank verbilligen sich um 2,2% auf 21,97 EUR und Deutsche Börse geben um 4,3% auf 100,00 EUR nach.

ThyssenKrupp leiden unter schlechten Nachrichten aus Asien: Dort hat der südkoreanische Stahlhersteller Posco Preiserhöhungen für Kohle von 205% bis 210% zugestimmt. Zudem hat das Unternehmen die angekündigten Preiserhöhungen für Stahlprodukte noch nicht durchgesetzt. ThyssenKrupp werden in Sippenhaft genommen und verlieren 2,2% auf 36,65 EUR.

Knapp im Plus notieren als eher defensive Werte hingegen Bayer, E.ON und RWE. Volkswagen werden durch das Absatzplus im ersten Quartal von 8,4% gegenüber dem Vorjahr gestützt und notieren zeitweise ebenfalls höher als am Vortag.

Wesentlich kräftiger als der Index der heimischen Standardwerte gibt angesichts der negativen Nachrichten aus dem Technologiesektkor der TecDAX nach. Das technologielastige Kursbaromter sinkt um 2,2% auf 815 Punkte. Größte Verlierer sind hier die Solarwerte. Solon verbilligen sich um 5,1% auf 49,45 EUR und Centrotherm fallen um 5% auf 48 EUR. Daneben weist auch der Halbleiterhersteller Epcos tiefrote Vorzeichen auf: Für die ehemalige Siemens-Tochter geht es um 4,4% auf 9,37 EUR nach unten.

DJG/jej/ros

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