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25.06.2007

XETRA-VERLAUF/Schwächer - DAX weitet Verluste aus

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt baut seine Verluste am Montagvormittag aus. Nach einem leichteren Start verliert der DAX gegen 10.45 Uhr 1,3% bzw 102 Punkte auf 7.848. Die schwachen US-Vorgaben belasteten, die Umsätze seien allerdings gering, sagen Marktteilnehmer. Die Anleger warteten auf die neuen US-Konjunkturdaten wie Chicago Fed, "existing home sales", Verbrauchervertrauen und "durable goods" am Nachmittag und in den kommenden Tagen. Im Vorfeld sei der Markt nervös, heißt es. Dazu passe, dass sich in einigen Indizes kurzfristig Tops entwickelten. Andererseits könnte sich die Situation auch mit Käufen in Richtung Halbjahres-Ultimo wieder verbessern. Erst über 8.000 Punkten entspanne sich die Situation wieder und ein weiterer Test des Allzeit-Hochs bei 8.136 Punkten werde wahrscheinlich, heißt es. Alle 30 DAX-Titel fielen zwischenzeitlich ins Minus. Siemens halten sich mit minus 0,2% auf 104,89 EUR noch vergleichsweise stabil. Im frühen Handel kletterten die Papiere bis auf 106,23 EUR und profitierten damit neben erhöhten Kurszielen von J.P. Morgan, Citigroup und Merrill Lynch auch von Spekulationen um VDO. Laut einem Pressebericht könnte Continental bis zu 13 Mrd EUR für das Tochterunternehmen zahlen. Eingepreist sei bislang ein Continental-Gebot zwischen 10 und 11 Mrd EUR, meint ein Händler. Continental-Papiere verbilligen sich um 0,5% auf 102,02 EUR. MAN verlieren 2,6% auf 104,70 EUR, BASF fallen an ihrem Investoren-Tag um 1,3% auf 93,39 EUR zurück. Besonders unter Druck stehen auch die Finanzwerte Deutsche Bank, Allianz und Commezbank mit Abschlägen von rund 2%. Damit schließen sie sich an die US-Entwicklung vom Freitag an. Dort hatten die Finanzwerte unter den Finanzproblemen zweier Hedge Fonds von Bear Stearns gelitten. Auf der anderen Seite liegen ebenfalls wie in den USA nichtkonjunkturabhängige Titel wie Henkel, FMC oder Bayer vergleichsweise gut im Markt. Im MDAX rutschen die Papiere der Norddeutschen Affinerie um 3,8% auf 32,35 EUR ab. Das Unternehmen will sich mit dem belgischen Wettbewerber Cumerio zusammenschließen und bietet hierfür 30 EUR in bar je Cumerio-Aktie. Ein Analyst nahm die angekündigte Übernahme wenig begeistert auf. "Die Norddeutsche Affinerie zahlt einen phantastischen Preis an die Cumerio-Aktionäre", so der Experte mit Blick auf den bereits ambitionierten Aktienkurs der Belgier sowie den zusätzlichen Aufschlag. Zudem sei der Schritt strategisch fraglich. Vossloh verlieren 4,1% auf 84,79 EUR. KarstadtQuelle liegen nach anfänglichen Kursgewinnen zum Start des Immobilienverkaufsprozesses nun kaum verändert bei 25,05 EUR. Laut Angaben des Unternehmens gibt es mehr als 20 Interessenten für das Immobilienportfolio und der Mindesterlös liege bei 800 Mio EUR. Im schwach notierenden TecDAX ziehen GPC Biotech gegen den Trend um 1,7% auf 19,89 EUR an. Das Biotechunternehmen hat einen Vertriebspartner für "Satraplatin" in Japan gefunden. ersol halten sich ebenfalls sehr fest. Dagegen geben freenet-Aktien um 1,3% auf 23,70 EUR nach. Laut der "FAZ" fordert nun die britische Fondsgesellschaft Hermes einen kompletten oder teilweisen Verkauf des Konzerns an industrielle Partner. "Nach den jüngsten Restrukturierungsforderungen von Florian Homm nimmt der Druck auf das Unternehmen weiter zu", sagt ein Händler. Es werde in Zukunft für das Management immer schwerer werden, sich den Forderungen zu entziehen. "Ob es tatsächlich zu einer Zerschlagung kommt, ist derzeit noch nicht abzuschätzen", so ein Teilnehmer, "allerdings wird sich das Management den Forderungen wohl kaum komplett entziehen können".DJG/ahg/hru/ros

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt baut seine Verluste am Montagvormittag aus. Nach einem leichteren Start verliert der DAX gegen 10.45 Uhr 1,3% bzw 102 Punkte auf 7.848. Die schwachen US-Vorgaben belasteten, die Umsätze seien allerdings gering, sagen Marktteilnehmer. Die Anleger warteten auf die neuen US-Konjunkturdaten wie Chicago Fed, "existing home sales", Verbrauchervertrauen und "durable goods" am Nachmittag und in den kommenden Tagen. Im Vorfeld sei der Markt nervös, heißt es. Dazu passe, dass sich in einigen Indizes kurzfristig Tops entwickelten. Andererseits könnte sich die Situation auch mit Käufen in Richtung Halbjahres-Ultimo wieder verbessern. Erst über 8.000 Punkten entspanne sich die Situation wieder und ein weiterer Test des Allzeit-Hochs bei 8.136 Punkten werde wahrscheinlich, heißt es. Alle 30 DAX-Titel fielen zwischenzeitlich ins Minus. Siemens halten sich mit minus 0,2% auf 104,89 EUR noch vergleichsweise stabil. Im frühen Handel kletterten die Papiere bis auf 106,23 EUR und profitierten damit neben erhöhten Kurszielen von J.P. Morgan, Citigroup und Merrill Lynch auch von Spekulationen um VDO. Laut einem Pressebericht könnte Continental bis zu 13 Mrd EUR für das Tochterunternehmen zahlen. Eingepreist sei bislang ein Continental-Gebot zwischen 10 und 11 Mrd EUR, meint ein Händler. Continental-Papiere verbilligen sich um 0,5% auf 102,02 EUR. MAN verlieren 2,6% auf 104,70 EUR, BASF fallen an ihrem Investoren-Tag um 1,3% auf 93,39 EUR zurück. Besonders unter Druck stehen auch die Finanzwerte Deutsche Bank, Allianz und Commezbank mit Abschlägen von rund 2%. Damit schließen sie sich an die US-Entwicklung vom Freitag an. Dort hatten die Finanzwerte unter den Finanzproblemen zweier Hedge Fonds von Bear Stearns gelitten. Auf der anderen Seite liegen ebenfalls wie in den USA nichtkonjunkturabhängige Titel wie Henkel, FMC oder Bayer vergleichsweise gut im Markt. Im MDAX rutschen die Papiere der Norddeutschen Affinerie um 3,8% auf 32,35 EUR ab. Das Unternehmen will sich mit dem belgischen Wettbewerber Cumerio zusammenschließen und bietet hierfür 30 EUR in bar je Cumerio-Aktie. Ein Analyst nahm die angekündigte Übernahme wenig begeistert auf. "Die Norddeutsche Affinerie zahlt einen phantastischen Preis an die Cumerio-Aktionäre", so der Experte mit Blick auf den bereits ambitionierten Aktienkurs der Belgier sowie den zusätzlichen Aufschlag. Zudem sei der Schritt strategisch fraglich. Vossloh verlieren 4,1% auf 84,79 EUR. KarstadtQuelle liegen nach anfänglichen Kursgewinnen zum Start des Immobilienverkaufsprozesses nun kaum verändert bei 25,05 EUR. Laut Angaben des Unternehmens gibt es mehr als 20 Interessenten für das Immobilienportfolio und der Mindesterlös liege bei 800 Mio EUR. Im schwach notierenden TecDAX ziehen GPC Biotech gegen den Trend um 1,7% auf 19,89 EUR an. Das Biotechunternehmen hat einen Vertriebspartner für "Satraplatin" in Japan gefunden. ersol halten sich ebenfalls sehr fest. Dagegen geben freenet-Aktien um 1,3% auf 23,70 EUR nach. Laut der "FAZ" fordert nun die britische Fondsgesellschaft Hermes einen kompletten oder teilweisen Verkauf des Konzerns an industrielle Partner. "Nach den jüngsten Restrukturierungsforderungen von Florian Homm nimmt der Druck auf das Unternehmen weiter zu", sagt ein Händler. Es werde in Zukunft für das Management immer schwerer werden, sich den Forderungen zu entziehen. "Ob es tatsächlich zu einer Zerschlagung kommt, ist derzeit noch nicht abzuschätzen", so ein Teilnehmer, "allerdings wird sich das Management den Forderungen wohl kaum komplett entziehen können".DJG/ahg/hru/ros

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