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12.12.2008

XETRA-VERLAUF/Sehr schwach - Erholungsansätze verpuffen

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach Erholungsversuchen ist der DAX am Freitagmittag wieder unter Druck gekommen, der jedoch wieder etwas nachlässt. "Oberhalb der Marke von 4.600 Punkten besteht momentan Abgabedruck" so ein Händler. Der DAX verliert um 13.24 Uhr 4,1% oder 194 Punkte auf 4.574. Damit sei er in den steilen September-Abwärtstrend zurückgefallen, so ein Händler. "Sollten sich die US-Autohersteller unter Chapter 11 begeben, würden die Risikoaufschläge bei den Unternehmensanteilen kräftig zunehmen", meint ein Fondsmanager.

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach Erholungsversuchen ist der DAX am Freitagmittag wieder unter Druck gekommen, der jedoch wieder etwas nachlässt. "Oberhalb der Marke von 4.600 Punkten besteht momentan Abgabedruck" so ein Händler. Der DAX verliert um 13.24 Uhr 4,1% oder 194 Punkte auf 4.574. Damit sei er in den steilen September-Abwärtstrend zurückgefallen, so ein Händler. "Sollten sich die US-Autohersteller unter Chapter 11 begeben, würden die Risikoaufschläge bei den Unternehmensanteilen kräftig zunehmen", meint ein Fondsmanager.

Das hätte dann negative Implikationen auf die Konjunktur und auf die Aktienmärkte. "Insolvenzen wären dagegen für die Märkte eine Katastrophe", ergänzt er mit Blick auf die Entwicklung nach der Lehman-Insolvenz. Unterstützungen werden nun bei 4.500 und 4.300 lokalisiert, ein erster Widerstand bei 4.800 Zählern gesehen.

Auch die Yen-Stärke wird als negatives Zeichen eingestuft, da die Währung in den vergangenen Monaten einen verlässlicher Gradmesser für die Risikoaversion dargestellt habe. Leicht positiv sei dagegen, dass das Öl zunächst seine Erholungsbewegung fortsetzt. Aus technischer Sicht sei ein Index-Rückschlag in den Bereich um 4.500 möglich. Neue Impulse könnten am Nachmittag von den US-Erzeugerpreisen, den US-Einzelhandelsumsätzen und dem Michgan-Index für das Verbrauchervertrauen ausgehen.

Die schwächsten Werte kommen aus dem Automobilsektor, nachdem das Hilfspaket für die US-Automobilhersteller im US-Senat gescheitert ist. Damit steigt laut den Analysten der LBBW die Wahrscheinlichkeit, dass GM und Chrysler Gläubigerschutz nach "Chapter 11" anmelden. Sie hatten bereits angekündigt, finanziell nicht allein bis zum Jahresende durchhalten zu können. Der Automobilmarkt steht nach Meinung von Renault-CEO Carlos Ghosn im nächsten Jahr "mit Sicherheit" noch nicht vor einer Erholung. Ghosn rechnet vielmehr mit zwei harten Jahren für die Branche. Daimler sinken um 8% auf 23,11 EUR und BMW um 4% auf 21,55 EUR.

Besonders schwierig dürfte es zudem für die Automobilzulieferer werden, wenn ihre Kunden unter "Chapter 11" schlüpfen sollte. Die bestehenden Forderungen aus geleisteten Lieferungen verlören deutlich an Wert, was zu kräftigem Abschreibungsbedarf führe, heißt es im Handel. So verlieren Continental denn auch 6,4% auf 34,99 EUR. Leoni brechen um 15% auf 9,89 EUR ein.

Es stehen aber nicht nur die zyklischen Titel unter Druck, sondern auch die Bankenwerte. Hier schlagen Aussagen des CEO von J.P.Morgan, Jamie Dimon, der von einem "schrecklichen" vierten Quartal spricht, durch. Die Ankündigung der Bank of America, bis zu 35.000 Stellen abzubauen, zeugt ebenfalls von der desolaten Lage. Der Zwischenbericht der HBOS ist nach Einschätzung eines Analysten enttäuschend ausgefallen. Deutsche fallen um 6,9% auf 25,96 EUR. Die zuletzt stark gestiegene Allianz-Aktie büßt 7,7% auf 69,10 EUR ein.

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