Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

12.07.2010

XETRA-VORBERICHT/DAX knapp im Plus erwartet - Kontron brechen ein

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit kleinen Eröffnungsgewinnen am deutschen Aktienmarkt rechnen Markteilnehmer am Montag. Gute Vorgaben der internationalen Leitbörsen sollten sich günstig auswirken. Vor dem Beginn der US-Berichtssaison, die am Abend traditionell mit den Zahlen von Alcoa eingeläutet wird, werde damit wohl weiterhin die Zurückhaltung dominieren. Zum Wochenstart stehen keine relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda. Bis 8.10 Uhr zeichnet sich eine Eröffnung im DAX bei 6.077 Punkten ab, das liegt 0,2% über dem Schluss von 6.065 Zählern am Freitag.

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit kleinen Eröffnungsgewinnen am deutschen Aktienmarkt rechnen Markteilnehmer am Montag. Gute Vorgaben der internationalen Leitbörsen sollten sich günstig auswirken. Vor dem Beginn der US-Berichtssaison, die am Abend traditionell mit den Zahlen von Alcoa eingeläutet wird, werde damit wohl weiterhin die Zurückhaltung dominieren. Zum Wochenstart stehen keine relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda. Bis 8.10 Uhr zeichnet sich eine Eröffnung im DAX bei 6.077 Punkten ab, das liegt 0,2% über dem Schluss von 6.065 Zählern am Freitag.

Die Erwartungen an die US-Berichtssaison sind hoch. Im Konsens wird laut Analysten bei den Gewinnen im S&P-500 mit einem Anstieg von 25% bis 30% gerechnet, bei den Erlösen soll es um 10% nach oben gehen. Die Unternehmen profitierten weiterhin von Basiseffekten, zudem sei die Kostenbasis in vielen Fällen extrem verringert worden. Angesichts der verschlankten Strukturen dürften sich die steigenden Umsätze unmittelbar in den Gewinnen widerspiegeln, heißt es. Wachstum dürften die Unternehmen vor allem in Asien generiert haben. Die Aufwertung des Dollar stelle zwar ein Risiko dar, allerdings ein überschaubares. Denn entscheidend für die US-Unternehmen als Ganzes sei weniger die Aufwertung der heimischen Währung, sondern die äußerst positive Entwicklung in den Schwellenländern.

Charttechnisch ist das Erholungspotenzial für den DAX noch nicht ganz ausgeschöpft. Hierzu müsste der Index die Stauzone von 6.055/100 Punkten hinter sich lassen, merken die Analysten von Staud Research an. Ansonsten drohe eine Rückkehr auf den absteigenden Ast. Ein erstes Warnsignal wäre ein Unterschreiten des Hochs vom vergangenen Mittwoch bei 5.997 Punkten.

Händler stellen sich bei Kontron auf hohe Kursverluste ein, vorbörslich wird die Aktie 12% leichter taxiert. Das Unternehmen hat Rückstellungen in Höhe von 34 Mio EUR für ausstehende Forderungen gegen Kunden in Malaysia, Taiwan und Hongkong gebildet. Kontron will jetzt gegen die Schuldner und das lokale Management zivil- und strafrechtliche Maßnahmen einleiten, da ein begründeter Verdacht auf Betrug bestehe. "Die Nachricht liest sich sehr schlecht", sagt ein Marktteilnehmer. Betrug komme bei den Anlegern nie gut an, und die Summe von 34 Mio EUR sei durchaus signifikant.

Günstige Effekte für die Fraport-Aktie sehen Marktteilnehmer durch die Juni-Verkehrszahlen. Der Flughafenbetreiber hat danach ein starkes Geschäft verzeichnet und neue Höchstmarken am Frankfurter Airport erreicht. Nie zuvor wurden in einem Juni mehr Passagiere gezählt, mehr Fracht umgeschlagen und eine höhere Summe an Höchststartgewichten erzielt. "Die Fraport-Zahlen sind wirklich bullish und könnten eine Anhebung der Prognosen nach sich ziehen", meint ein Marktteilnehmer. Vorbörslich legt der MDAX-Wert um 2% zu.

Ein Pressebericht über Einsparungsziele von Daimler liest sich nach Ansicht von Marktteilnehmern positiv, dürfte sich aber kaum auf den Kurs auswirken. Der Stuttgarter Automobilhersteller arbeitet danach an einer neuen, deutlich schlankeren Vertriebsorganisation. Dabei würden allen Ländern bestimmte Kostenziele vorgegeben, berichtete die "Automobilwoche". Unter dem Strich wolle die Pkw-Sparte der Daimler AG rund 30% der Kosten im Vertrieb einsparen.

Die Meldung, wonach BayWa eine höhere Dividende erwägt, wird im Handel positiv gesehen. "Ein Kurstreiber wird das aber sicher nicht", merkt ein Marktteilnehmer an. Ähnlich gelagerte Meldungen anderer Unternehmen hätten sich zuletzt kaum ausgewirkt. "Wenn das Geschäft gut läuft, können wir auch für 2010 über eine höhere Ausschüttung nachdenken", hatte der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) verraten.

DJG/thl/gei

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.