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07.05.2004 - 

W3C-Standardisierung vor dem Abschluss

XInclude erlaubt modulare XML-Dokumente

MÜNCHEN (CW) - Das W3-Consortium wies "XML Inclusions" (XInclude) den Status einer Candidate Recommendation zu. Dieser Mechanismus zum Import von externen Daten in XML-Dokumente dürfte besonders beim Content-Managent von Nutzen sein.

Im Vergleich zu anderen XML-bezogenen W3C-Empfehlungen handelt es sich bei XInclude (http://www.w3.org/TR/2004/CR-xinclude-20040413) um ein verhältnismäßig einfaches Verfahren. Es dient dazu, externe Informationen in XML-Dokumente einzufügen. Dabei kann es sich um weitere XML-Daten oder reinen Text handeln. Dieser Mechanismus kann besonders beim Content-Management von Nutzen sein, da er die Auslagerung von wiederkehrenden Informationen in externe Module erlaubt. Dazu zählen beispielsweise Kopf- oder Fußzeilen.

XML besitzt schon seit Beginn ein Verfahren, das eine derartige Funktion erbringen soll. Es handelt sich dabei um externe Entitäten. Diese unterliegen aber einer Reihe von Beschränkungen. So dürfen dort nur wohlgeformte XML-Fragmente inkludiert werden, die ihrerseits aber keine externen Daten importieren können. XInclude beseitigt nicht nur diese Limitierungen, sondern sieht darüber hinaus vor, dass mit Hilfe von Xpath-Ausdrücken nur bestimmte Teile einer externen Ressource eingefügt werden.

XInclude scheint sich mit einer weiteren W3C-Technologie zu überschneiden, nämlich der XML Linking Language (http://www.w3.org/TR/xlink) (Xlink). Diese sieht im Gegensatz zu einfachen HTML-Links die Möglichkeit vor, referenzierte Inhalte direkt in das Quelldokument einzubetten. Xlink erfüllt diese Aufgabe aber nur bei der Präsentation von Informationen, XInclude hingegen gilt als universeller Low-Level-Mechanismus für diesen Zweck. Entsprechend befindet er sich vergleichsweise nah an der XML-Kernspezifikation - schließlich wurde XInclude von der XML Core Working Group entwickelt. Mit der Verabschiedung der Technik als W3C-Empfehlung kann in der ersten Jahreshälfte gerechnet werden. (ws)