Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Festlegung auf Windows CE

Xircom bringt Handhelds mit Firmennetz in Kontakt

14.05.1999
MÜNCHEN (CW) - Die Xircom Deutschland GmbH erweitert ihr Portfolio in Richtung Handhelds. Der Spezialist für die Anbindung mobiler Computer kündigt mit der Produktfamilie "Compact Card" vier Lösungen an, womit Anwender der Minirechner, vorausgesetzt, sie laufen unter dem Betriebssystem Windows CE, Zugriff auf Daten und Applikationen im Unternehmensnetz erhalten.

Den Auftakt der vierköpfigen Produktfamilie macht die "Compact Card Ethernet 10", die Xircom zufolge im Juni 1999 zum Preis von 271 Mark ohne Mehrwertsteuer auf den Markt kommt. Sie ermöglicht Handheld-Nutzern den Zugriff auf herkömmliche 10-Mbit/s-Ethernet-LANs beispielsweise zum Abruf von E-Mails, Internet-Browsing oder die Synchronisation von Daten. Die Karte wird unter anderem mit einem Windows-basierten "Setup Wizard" sowie Xircoms "Card-Caddy"-Konverter ausgeliefert. In Kombination mit dem Konverter paßt die Compact Card auch in die größeren Handheld-Typ-II-PC-Card-Slots.

Der Ethernet-Version soll im dritten Quartal ein GSM-Mobilfunkadapter und Ende des Jahres einer für 56-Kbit/s-Modems folgen. Den Abschluß der Produktfamilie bildet dann laut Hersteller im kommenden Jahr eine Lösung für drahtlose Netze. Alle Karten sind für den Einsatz in den drei unterschiedlichen Handheld-Baugrößen konzipiert, - sprich dem Palm PC, Handheld PC und Handheld PC Professional, letzterer verfügt über eine größere Tastatur.

Die Adapter von Xircom arbeiten laut Carina Govaert, Leiterin Marketing Europa, ausschließlich in Verbindung mit dem Betriebssystem Windows CE von Microsoft. Govaert zufolge plant Xircom, dessen Zentrale im kalifornischen Thousand Oaks liegt, nicht, weitere Betriebssysteme wie Symbian, Palm OS oder Epoc 32 zu unterstützen. Die Managerin begründet die Entscheidung damit, daß es aufgrund der Marktdominanz von Windows 95 und 98 so viele Applikationen gebe, die problemlos auf Windows CE übertragen werden könnten.

Die Annahme der Xircom-Strategen wird durch die Analysten der IDC gestützt. Sie prognostizieren Windows CE für das Jahr 2000 im Handheld-Markt einen Anteil von knapp 50 Prozent und damit die Spitzenposition. Außerdem sagen die Marktforscher den Minicomputern einen Boom voraus. Im kommenden Jahr werden nach Schätzung von IDC 8,9 Millionen dieser Geräte ausgeliefert, das entspricht gegenüber diesem Jahr voraussichtlich einer Steigerung von 37 Prozent.

Von diesem Boom will auch Xircom profitieren. Der Hersteller, der 1998 mit der PC-Karte "Realport" Aufsehen erregte, weil diese aufgrund bereits integrierter Konnektoren ohne Kabel auskommt, glaubt an den Erfolg der Handhelds nicht nur beim Privatmann, sondern auch in Unternehmen. Nach Meinung des Xircom-Managements werden die Westentaschenrechner Desktops und Notebooks zunehmend ergänzen, da sich unternehmensrelevante Anwendungen darauf ausführen lassen beziehungsweise auf Firmendaten sofort zugegriffen werden kann, sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Büros. Die IT-Abteilungen müssen sich deshalb Gedanken machen, wie Handhelds unter Verwendung existierender Protokolle und einheitlicher Lösungen in die Netzinfrastruktur eingebunden werden können.