Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.05.2000 - 

Bluetooth soll Interoperabilität übernehmen

Xircom-CEO Gates widersetzt sich dem Trend zu Gerätekonvergenz

SINGAPUR (IDG) - Als einsamer Rufer in der Wüste widersetzt sich Dirk Gates, CEO der Xircom Inc., dem Trend, Handy und PC zu verschmelzen. Für Interoperabilität und Datenabgleich zwischen unterschiedlichen Geräten soll künftig das drahtlose Übertragungsverfahren Bluetooth sorgen, meint Gates.

Der Gründer und Chef des mit Kommunikationserweiterungen für mobile Endgeräte groß gewordenen Unternehmens formuliert die Marschrichtung von Xircom folgerndermaßen: "Wir glauben nicht an die Konvergenz." Insbesondere das drahtlose Kommunikationsverfahren Bluetooth erübrige die Notwendigkeit, sämtliche Funktionen wie Sprachkommunikation, Internet-Zugang, Adress- und Terminverwaltung in einem Gerät zu vereinen: "Bluetooth kann die Interoperabilität der Geräte herstellen", lautet sein Argument wider den Integrationsdrang. Hersteller, die jedoch Handys mit großen, für das Surfen im Web erforderlichen Bildschirmen entwickeln, zielten in die falsche Richtung, weil das der ursprünglichen Idee, mobile und einfach zu bedienende Telefone anzubieten, widerspreche.

Hintergrund dieser Argumentationskette dürfte Xircoms eigene Produktstrategie sein. Der Hersteller bietet neben diversen Kommunikationsprodukten, die künftig um Bluetooth-Verfahren erweitert werden sollen, seit geraumer Zeit auch einen Minicomputer namens "Rex" an. Dieses Gerät ist zu klein, um jemals Dienste als Telefon zu übernehmen, denn es hat die Dimensionen eine Scheckkarte. Rex wird in den PC-Card-Slot eines Notebooks oder PCs geschoben und synchronisiert seine Daten mit dem Adressbuch, dem Terminplaner und dem Merkblatt der auf dem Wirtrechner verwendeten Applikationen. Xircom bezeichnet das Mini-PDA als "unbewusst mitgeführtes" Gerät, weil es so klein ist, dass Anwender sich keine Gedanken machen müssen, ob sie den Kleinstrechner mitnehmen oder nicht.

Rex, bisher schon 250000-mal verkauft, wird nach Einschätzung des Xircom-CEOs mit Bluetooth seine volle Blüte entfalten. Via drahtlose Übertragungstechnik ließe sich der Zugang zum Internet herstellen, außerdem sollen sich künftig Daten mit Handys abgleichen lassen. Insgesamt zielt Xircom darauf ab, Rex mit weiteren Funktionen auszustatten, die personalisierte Dienste im Mini-Rechner umsetzen sollen.