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20.02.1998 - 

W3C verabschiedet neuen Web-Standard

XML erlaubt bessere Handhabe von strukturierten Daten

Anders als HTML ist XML keine Anwendung der Standard Generalized Markup Language (SGML), sondern eine Untermenge davon. Content-Provider sind so in der Lage, eigene Datenbeschreibungen in ihre Web-Sites aufzunehmen. Beispielsweise kann ein Internet-Buchhändler Auszeichner (Tags) wie etwa "Preis" oder "Autor" definieren. Ein Kunde mit einem XML-Browser verwendet diese Informationen dann, um im Internet-Verzeichnis des Anbieters nach bestimmten Schmökern zu suchen.

Oracle, Sybase und IBM planen, diese Sprache in ihre Datenbanksysteme aufzunehmen. Datenbankgestützte Web-Anwendungen erscheinen dann in neuem Glanz, denn die Funktionen, die HTML für das Darstellen von strukturierten SQL-Daten bietet, erwiesen sich oft als unbefriedigend.

Auch Hersteller wie Netscape, Microsoft, Lotus, Adobe und Datachannel wollen ihre Softwareprodukte mit der neuen Web-Sprache ausstatten. Dabei geht es ihnen nicht um eine Ablösung von HTML, sondern eine Funktionserweiterung. Browser-Hersteller Netscape arbeitet an einer XML-Implementierung, Konkurrent Microsoft verwendet bereits im "Internet Explorer 4.0" Teile der Spezifikation. Lotus will in die nächste Notes-Version die Sprachunterstützung einbauen.

Jon Bosak, Sun-Mitarbeiter und Chairman der W3C XML Working Group, bewertet die Web-Sprache folgendermaßen: "XML kann für Web-Daten das sein, was Java für Programme ist." Beide Sprachen zusammengenommen würden den Anwender von bestimmten Software- und Hardware-Lösungen unabhängig machen.