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11.05.2001 - 

Mobile Assistant IV-TC jetzt mit 400 Megahertz-CPU

Xybernauts Wearable PC geht in die nächste Runde

MÜNCHEN (CW) - US-Hersteller Xybernaut aus Fairfax, Virginia, will im Juni ein neues Modell seines "Mobile Assistant" auf den Markt bringen. Ausgestattet mit einem 400-Megahertz-Prozessor und Features wie einer zusätzlichen internen Batterie, soll der "PC zum Anziehen" neue Kunden im industriellen Umfeld anlocken.

Obwohl der Mobile Assistant dank seines futuristischen Designs bereits einen Auftritt in der Fernsehserie "Akte-X" hatte, ist das Gerät in erster Linie für normale Anwender gedacht, die auf Daten zugreifen wollen, aber im wahrsten Sinn des Wortes "alle Hände voll zu tun" haben. So eignet sich das Gerät etwa für Inventurarbeiten, bei der Wartung von Maschinen oder bei der Inspektion von Brücken.

Wearables im KundentestAls aktuelles Beispiel will etwa der US-Spediteur Fedex seine Flugzeugtechniker im Rahmen eines Ein-Million-Dollar-Auftrags mit den Wearable PCs ausstatten. Auch die US Navy und National Guard hoffen, mit dem Mobile Assistant die Reparaturzeiten von Flugzeugen und Waffensystemen zu verkürzen. Andere Unternehmen, die das Gerät testen, sind General Electric, die Hotelkette Hilton oder British Airways. Die Fluggesellschaft prüfte im März drei Tage lang die Möglichkeit des mobilen Check-ins an Ort und Stelle.

Bisher jedoch war der "Wearable PC" nur mit einer 233-Megahertz-CPU ausgestattet, was zumindest bei leistungsfressenden Anwendungen zu störenden Verzögerungen führen konnte. Außerdem reichte die knapp ein Pfund schwere externe Batterie nur für vier bis sechs Stunden Betrieb aus.

Leicht und ausdauerndDas neue Modell " MA IV-Tranferable Core (TC)" arbeitet nun mit einer 400-Megahertz-Version von Intels Prozessor Pentium III und bietet bis zu 196 MB SDRAM. Um die Nutzungsdauer zu erhöhen, integrierte Xybernaut außerdem eine Lithium-Ionen-Batterie für zusätzliche 1,5 Stunden Betriebsdauer in das Gerät, ohne dabei das Gewicht von 900 Gramm heraufzusetzen. Weitere neue Features des Mobile Assistant sind anpassbare Adapter-Module, die helfen sollen, die individuellen Anforderungen des Anwenders zu erfüllen.

Primäre Schnittstelle zum User ist nach wie vor das etwa 500 Gramm schwere Headset, bestückt mit Mikrofon, Kopfhörer sowie einem kleinen VGA-Farbmonitor, der, vor dem Auge angebracht, einem 15-Zoll-Bildschirm entsprechen soll. Als Alternative bietet Xybernaut verschiedene Flachbildschirme an, die via Sprache, Stift oder Berührung bedient werden. Eine "Hardwear"-Variante ist ein 6,1-Zoll-Modell, das am Handgelenk getragen wird. Bei Bedarf lässt sich in dem Headset zusätzlich eine Digitalkamera anbringen. Die Bedienung des Mobile Assistant erfolgt mittels Spracheingabe, optional können etwa "Rasende Reporter" - wie bereits auf verschiedenen Messen demonstriert - ein am Unterarm befestigtes Keyboard verwenden.

Als Plattform unterstützt das Gerät laut Hersteller Betriebssysteme wie Windows, Linux oder Unix. Zusätzlich ist der Body-PC mit IBMs Spracherkennungssystem "Via Voice" und Xybernauts "Link Assistant" zum Erstellen einer elektronischen Bibliothek aus digitalen Ordnern ausgestattet. Außerdem bieten Kooperationspartner Applikationen für verschiedene Branchen an.

Mögliche AlternativenIn Deutschland ist der MAIV-TC voraussichtlich ab Juni erhältlich, der Preis für ein Komplettsystem soll zirka 7000 Mark betragen. Wem das zu viel Geld ist, um unterwegs bequem seine E-Mails abzurufen oder wie in der IBM-Werbung online Aktien zu kaufen, der kann auf Hitachis "Wearable Internet Appliance" (WIA) hoffen.

Das Gerät entstand in Kooperation mit Xybernaut, Shimadzu sowie Colorado Microdisplay und wurde erstmals als Prototyp auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. Wann und zu welchem Preis das Produkt erhältlich sein wird, beziehungsweise ob der WIA überhaupt Serienreife erlangt, ist allerdings noch unbekannt.