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10.12.1999 - 

Kreditinstitut beginnt Marketing-Kampagne für Ecash

Yahoo soll virtuelle Zweigstelle der Deutschen Bank 24 werden

MÜNCHEN (fn) - Kooperationen zwischen Banken und Web-Portalen gibt es in den USA mittlerweile einige. Nun schwappt die Welle auch nach Deutschland über: Die Deutsche Bank 24 AG vereinbarte mit dem hiesigen Portalbetreiber Yahoo Deutschland eine Zusammenarbeit in Sachen Internet-Banking. Gleichzeitig will das Finanzinstitut dem bisher wenig beachteten Online-Bezahlsystem "Ecash" zu mehr Verbreitung verhelfen.

Ab Januar 2000 können die Kunden der Deutschen Bank 24 ihre Kontostände über die Website von Yahoo Deutschland abfragen. Das Abkommen paßt zur Strategie, künftig verstärkt via Internet neue Kunden gewinnen. Der Zugriff auf die Kontodaten wird über das im Internet-Banking weit verbreitete PIN/TAN-Verfahren gesichert. Surfer erhalten über die Portalbereiche "Mein Yahoo" und "Yahoo Finanzen" Zugang zum Online-Banking-Service. Über Mein Yahoo können sich registrierte Anwender die Yahoo-Website nach ihren individuellen Bedürfnissen maßschneidern (personalisieren). Yahoo Finanzen präsentiert Surfern Informationen über Aktien, Analystenstimmen und offeriert Profile über börsennotierte Firmen.

Außerdem wird die Bank ab Februar 2000 mit "Yahoo Card" eine neue Eurocard herausgeben, die angeblich für das Bezahlen im Internet optimiert wurde. De facto gleicht die Karte jedoch funktional der bisherigen Eurocard, neu ist lediglich, daß die Bank sie mit dem Ecash-Verfahren vermarkten will. Dieses arbeitet jedoch unabhängig von einer Kreditkarte. Auf Anfrage teilte die Deutsche Bank 24 mit, man wolle die Ecash-Software per CD-ROM gemeinsam mit der Kreditkarte an "interessierte Endkunden" ausliefern. Somit erhielten Internet-Shopper eine zusätzliche Methode zum sicheren Bezahlen im Internet.

Mit Ecash kann der Web-Anwender mit elektronischen Münzen bis zu einem Betrag von 400 Mark im Internet einkaufen, und zwar so anonym wie mit Bargeld. Damit er mit diesem System bezahlen kann, muß zunächst eine elektronische Geldbörse (Wallet) auf seinem Rechner installiert werden. Diese Wallet füllt der Anwender mit elektronischem Geld, indem er Beträge von seinem Konto auf das Ecash-Depot seiner Bank überweist. Kryptografische Funktionen sorgen dabei für die Integrität und Authentizität der übertragenen Transaktionsdaten.

Bereits seit 1997 testet die Deutsche-Bank-Tochter GEFM Internet Solutions diese Bezahlmethode. Bisher akzeptieren jedoch nur wenige Shops in Deutschland dieses Zahlverfahren. Zu ihnen zählen der Web-Shop von Beate Uhse, die Internet-Lottoannahmestellen Jaxx sowie der Online-Datenbankbetreiber Genios.

Inwieweit auch der Kooperationspartner Yahoo bei der Vermarktung von Ecash behilflich sein wird, steht noch nicht fest. "Wir werden Ecash testen, dann fällt die Entscheidung, ob Yahoo Deutschland dieses System einführt", teilte Yahoo-Sprecherin Claudia Strixner mit. Dies betreffe lediglich den deutschen Markt.

Bis zur Ankündigung der Deutschen Bank 24 war es ruhig geworden um Ecash. Der Erfinder dieser Bezahlmethode, die Firma Digicash, ist mittlerweile vom Markt verschwunden, die Technik wurde von der in Seattle ansässige Ecash Technologies (www.ecashtechnologies.com) übernommen. Die Website des Unternehmens führt neben der Deutschen Bank nur noch die australische St. George Bank, die Bank Austria in Österreich sowie die in der Schweiz ansässige Swissnetpay AG als Ausgabeinstitute für Ecash auf.