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28.09.2001 - 

Kleinanzeigen sollen künftig bezahlt werden

Yahoo-USA will mehr Geld sehen

MÜNCHEN (CW) - Der Portalbetreiber Yahoo will ab Anfang Oktober in den USA eine Gebühr für die Nutzung von Kleinanzeigen erheben. Außerdem will das Unternehmen, dass im vergangenen Jahr unter dem zurückgehenden Anzeigengeschäft gelitten hatte, das Angebot seiner Stellenanzeigen erweitern.

Nach Angaben des "Wall Street Journal" sollen Yahoo-Nutzer, die auf eine Anzeige reagieren möchten, hierfür einen Beitrag von knapp 20 Dollar zahlen und einem Service namens "Club Connect" beitreten. Die Jahresgebühren für diesen Dienst sollen bei rund 90 Dollar liegen. Außerdem erweitert Yahoo sein Angebot für Stellenanzeigen. Hier soll es - ebenfalls gegen Gebühr - möglich sein, bis zu fünf Bilder zu integrieren.

Der Schritt dürfte eine weitere Konsequenz sein, die das Unternehmen aus dem zurückgehenden Geschäft mit Online-Werbung zieht. Mit einem Umsatzanteil von 80 Prozent war dies noch im vergangenen Jahr für Yahoo die wichtigste Einnahmequelle. Nach und nach hatte das Portal damit begonnen, seine Umsatzbasis breiter aufzustellen und Gebühren für einzelne Dienste - etwa für das Einstellen von Auktionsangeboten - zu erheben. Yahoo-Produktionschef Mark Hull rechtfertigte den Entschluss gegenüber dem "Wall Street Journal" auch damit, dass sich dadurch die Klientel besser qualifizieren ließe. "Die Einrichtung eines gebührenpflichtigen Bereichs erhöht die Zahl der seriösen Nutzer", sagte er. Yahoo rechne zwar damit, nun einen Teil seiner Kundschaft zu verlieren, doch laut einer internen Umfrage seien immerhin ein Viertel der Nutzer bereit, für Yahoo-Services zu zahlen. Derzeit registriert die Company rund 200 Millionen User.

Die nun beschlossene Regel gilt allerdings nur für den US-Markt. Wie eine Sprecherin von Yahoo-Deutschland mitteilte, handeln die einzelnen Länderniederlassungen unabhängig von ihrer US-Mutter, zudem gebe es keinen vergleichbaren Dienst auf der deutschen Website.