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11.03.1994

Yankee-Group prognostiziert Teilnehmerboom fuer zellulare Netze Mobile Funkdienste avancieren in Europa zu einem Massenmarkt

MUeNCHEN (CW) - Die Marktforscher der Yankee Group Europe prognostizieren fuer das Jahr 2000 annaehernd 30 Millionen mobile TK-Anwender in Europa. Die Digitaltechnik und der Wettbewerb werden den Betreibern von Mobilfunknetzen immer mehr traditionelle Konsumenten in die Arme treiben.

Das Marktforschungsinstitut sieht in den zellularen Kommunikationsdiensten einen wesentlichen Massenmarkt der Zukunft heranwachsen. Der Absatz an mobilen Analoggeraeten wird, so die Analysten, nur noch langsam zunehmen, 1999 stagnieren und dann sinken. Die digitalen Helfer werden den herkoemmlichen Geraeten den Rang ablaufen.

Groupe-Speciale-Mobile-(GSM-) Dienste - in Deutschland sind das D1 und D2 - und DCS1800-Netze wie E-Plus werden sich langfristig durchsetzen, so die Analysten in ihrer Studie "European Cellular Communications: Competition, Technology and the Emerging Mass Market".

Anfang der achtziger Jahre wurde der europaeische Markt fuer zellulare Netze von den nationalen PTTs beherrscht. Nur Grossbritannien, Frankreich und Schweden bildeten dabei Ausnahmen. In diesen Laendern machten die Regierungen schon frueh den Weg fuer private Wettbewerber frei. Mittlerweile hat auch in den anderen europaeischen Laendern ein Umdenken stattgefunden. Die meisten Regierungen planen neben ihren staatlichen Carriern die Zulassung von privaten Konkurrenten oder haben wie Deutschland diesen Schritt bereits vollzogen.

Wo private und oeffentliche Betreiber im Wettbewerb standen, zeigten sich folgende Trends: Die Einfuehrung der Digitaltechnik brachte ein Mehr an Funktionalitaet, gleichzeitig sanken die Kosten der zellularen Dienste. Eine besondere Situation herrscht jedoch bei den Endgeraeten: Der Preisverfall fuer Terminals schritt rapide voran - allerdings sind digitale Handies durchschnittlich viermal teurer als analoge. Diese Faktoren werden laut Yankee Group den Markt von derzeit sieben Millionen auf 28 Millionen Anwender im Jahr 2000 wachsen lassen.

Die neuen privaten wie die staatlichen Betreiber installieren bevorzugt digitale, zellulare Netze. Dabei streben die etablierten Anbieter zunaechst die Flaechenversorgung in Stadtnaehe und entlang der Autobahnen an. Sie wollen ihre existierenden analogen Netze ergaenzen. Im Gegensatz dazu agieren die neuen Betreiber aus der Notwendigkeit heraus, die Versorgungsleistung der existierenden Dienste zu ueberbieten und in deren Markt einzubrechen, sehr viel aggressiver.

Doch der Report zeigt auch Ausnahmen. Beispielsweise versorgen die Carrier in Deutschland und Daenemark bereits ueber 90 Prozent der Flaeche ihrer Laender mit digitalen Funknetzen. Aufgrund dieser gegensaetzlichen Entwicklungen werden die analogen Systeme auch in absehbarer Zeit nicht zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Der unterschiedliche Ausbau der digitalen Dienste wird die Analogtechnik in einigen Laendern noch bis ins naechste Jahrtausend tragen.

Im einzelnen beschaeftigen sich die Marktforscher in der Studie mit den Standards GSM und DCS1800. Letzteren werden, wie man in Expertenkreisen vermutet, vor allem die Anbieter von Personal- Communications-Network-(PCN-)Diensten anwenden. Darueber hinaus sollen Moeglichkeiten fuer die Betreiber gezeigt werden, ihre Wettbewerbsfaehigkeit zu staerken, die Kosten zu senken und zugleich im Umsatz zuzulegen. Detailliert wird zudem die Entwicklung des britischen Markts dargestellt, der in den anderen Laendern eine Art Vorbildfunktion einnehmen koennte.