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30.07.1982 - 

Angenehmes mit Nützlichem verbinden:

Youngster an die Softwerkbank

ESSEN (hh) - Mit einem originellen Konzept möchte Gerhard Weger, Geschäftsführer der DUR GmbH aus Essen, zu günstigeren Konditionen Software erstellen, Individualanpassungen von Standardsoftware realisieren und gleichzeitig dem ewigen studentischen Geldmangel abhelfen.

An der Seite erfahrener Mitarbeiter des Unternehmens erhalten engagierte Informatikstudenten Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in dem Softwarehaus.

Die Idee zu diesem Konzept sei langsam gewachsen, meint Gerhard Weger. Kontakte zu Professoren benachbarter Universitäten hatten den Gedanken reifen lassen, Studenten in das Berufsleben einzubinden.

Die Studenten haben ein Jahreskontingent an Stunden zur Verfügung, das sie - je nach Situation an der Universität - in größeren oder kleineren Blöcken abarbeiten. Den

Studikern wird allerdings regelmäßig ein durchschnittliches Monatsgehalt überwiesen, so daß sie eine Kalkulationsbasis zur Finanzierung ihres Studiums haben. Dieses Gehalt berechnet sich nach dem Studentenverdienst des Betroffenen. Im Rahmen einer Saldierung wird dann das stundenmäßige Plus oder Minus errechnet, erläutert der Initiator dieser Idee.

Die Studenten werden von ihrem Einsatz in Schulungskursen auf die spätere Tätigkeit vorbereitet.

Zur Zeit beschäftigt das Unternehmen drei Nachwuchskräfte, wird aber, so die Planung, noch zwei weitere derartige Arbeitsplätze schaffen. Die Studenten werden im Rahmen ihrer Tätigkeit nicht zum Anwender geschickt, sondern arbeiten nur im Hause bei der Entwicklung und Anpassung mit. Da sich der Fixkostenblock verringere, habe letztlich auch der Käufer der Softwarepakete Vorteile. Weger geht davon aus, daß er die Leistungen um gute 25 Prozent billiger anbieten könne als beim Einsatz von Vollakademikern. Bei guter Zusammenarbeit besteht die Möglichkeit der Übernahme in ein festes Anstellungsverhältnis.

Eine traurige Erfahrung machte Weger allerdings bei Anlaufen des Projektes. Die Resonanz unter den Studenten entsprach bei weitem nicht den Erwartungen. Erst nach einer gewissen Zeit hätten sich genügend Nachwuchsakademiker für diese Verdienstmöglichkeit

interessiert.