Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.10.2008

"Youtube für den Unterricht finde ich gut"

Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, meint, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene mehr über neue Medien lernen müssen.

CW: Sie sind Schirmherr der Initiative "Eltern LAN". Worum geht es Ihnen?

Laschet: Eltern-LAN will die bei uns Erwachsenen häufig vorhandene Unsicherheit gegenüber Computer- und Videospielen abbauen. Obwohl Computerspiele für unsere Kinder zum Alltag gehören, wissen wir Erwachsenen häufig gar nicht, was sie dort spielen. Eltern-LAN setzt genau bei dieser Unsicherheit an. Spiele werden vorgestellt und dann auch gemeinsam gespielt, so dass die Erwachsenen selbst in diese virtuellen Welten eintreten.

CW: Sie betonen die Gefahren, aber auch Möglichkeiten von Computerspielen für Kinder. Was meinen Sie konkret?

Laschet: Als wesentliche Gefahr sehe ich, dass Kinder und Jugendliche häufig noch an Spiele herankommen, die für ihr Alter nicht bestimmt sind. Wenn ein 10-Jähriger oft gewalthaltige Spiele spielt, die nur für Erwachsene freigegeben wurden, dann besteht das Risiko, dass er in seiner Entwicklung emotional beeinträchtigt wird. Es können sich Ängste entwickeln. Andererseits können Computerspiele aber auch den sozialen Zusammenhalt und das Verständnis gesellschaftlicher Probleme verbessern. Dezidiert teamorientierte Spiele helfen dabei, kooperative Fähigkeiten zu entwickeln. Simulationen können zum Beispiel helfen, Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge spielerisch aufzubauen.

CW: Müssten nicht eher die Kinder die Eltern und Lehrer über die Möglichkeiten des Internets ins Bild setzen?

Laschet: Sicher beherrschen viele Jugendliche die Internet- und Computertechnik besser als ihre Eltern. Aber bei der Medienkompetenz geht es eben auch darum, die Inhalte bewerten zu können - und hier können Eltern ihren Kindern helfen.

CW: Es gibt ja erste Forderungen, ein Medium wie Youtube in den Schulunterricht einzubinden. Wie sehen Sie solche Überlegungen?

Laschet: Ich halte viel davon, und ich weiß, dass es Lehrerinnen und Lehrer gibt, die ihre Schülerinnen und Schüler im Unterricht gezielt auf solche Plattformen zur Recherche nach Originalfilmdokumenten hinweisen. Man kann nicht früh genug damit anfangen, Computer und Internet in Bildungsprozesse einzubinden.