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26.07.2005

Zaghafter IT-Einsatz ist unterm Strich teurer

Die Budgets vieler IT-Abteilungen fließen in die Pflege und Wartung veralteter Systeme und nicht in Innovationen.
Die besten der befragten Unternehmen wenden fünf Prozent ihrer Zeit für vermeidbare IT-Probleme auf, die Low Performer 16 Prozent.
Die besten der befragten Unternehmen wenden fünf Prozent ihrer Zeit für vermeidbare IT-Probleme auf, die Low Performer 16 Prozent.

So manchem Chief Information Officer (CIO) dürfte sauer aufstoßen, was die Berater von Accenture in ihrer Studie "IT Investing for High Performance" zutage förderten. Demnach verschwenden viele ihre Zeit und ihr Geld damit, Uralt-Systeme zu warten und lediglich den Betrieb aufrechtzuerhalten, anstatt in moderne Technik zu investieren. Beispielsweise werde in den IT-Abteilungen durchschnittlich 39 Prozent der Zeit dafür aufgewendet, Programme zu pflegen und am Laufen zu halten, während nur 14 Prozent für das Entwickeln neuer Anwendungen aufgebracht würden.

Geiz beeinträchtigt Produktivität

Viele Unternehmen folgten der irrigen Annahme, sie könnten ihre IT-Budgets senken oder einfrieren und dabei den gleichen Service-Level aufrechterhalten. Unter dem Strich sei dieses Vorgehen aber teurer, da die aufwändige Wartung sowie die entstehenden betrieblichen Produktivitätsverluste höher seien als der Betrag, der für die Einführung neuer Technologie zu veranschlagen sei. Viele Firmen hätten aufgrund dieses defensiven IT-Investitionsverhaltens bereits ihre Sparziele verfehlt und infolgedessen Stellen streichen müssen. Die geringe Innovationsbereitschaft werde allerdings als Ursache kaum erkannt.

Accenture beruft sich auf die Befragung von mehr als 300 der weltweit 1000 größten Konzerne und Behörden. Dabei unterscheiden die Berater zwischen so genannten High Performers, die in Sachen Umsatz, Profit und Shareholder Value permanent einen Vorsprung haben, und den Low Performers. "Unsere Studie zeigt, dass es zwischen High- und Low-Performers einen signifikanten Unterschied im Investitionsverhalten gibt", sagt Bob Suh, Chief Technology Strategist bei Accenture und für die Untersuchung verantwortlich.

Die Elite unter den Befragten gibt beispielsweise einen um 40 Prozent höheren Anteil ihres IT-Budgets für das Entwickeln und Integrieren neuer Systeme aus. Immerhin 43 Prozent der neuen Projekte bezwecken, die Produktivität des Unternehmens zu erhöhen - unter den Low Performers verfolgen nur 24 Prozent dieses Ziel. Die Spitzenunternehmen bezeichnen Trainings- und Lernprogramme als wichtig und bemühen sich darum, möglichst gutes IT-Personal zu bekommen. Überdurchschnittlich viele Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern laufen bei ihnen online.

Auch legen die Topkonzerne mehr Wert darauf, die Leistung ihrer IT-Organisation zu messen. Fast die Hälfte von ihnen bedient sich bestimmter Performance-Metriken - unter den Low Performers sind es gerade mal drei Prozent, die vergleichbaren Aufwand betreiben. Auch die IT-Produktivität wird von 42 Prozent erfasst, bei den Nachzüglern sind es nur 21 Prozent.

Die Topunternehmen haben schließlich auch eher den Mut, Risiken einzugehen und neue Technologien - selbst wenn der Preis hoch sein sollte - auszuprobieren. Immerhin sehen sich drei Viertel von ihnen als "Early Adopters", die alles dafür tun, um ihren Markt anzuführen. In der Gesamtmenge der Befragten herrscht ein vorsichtigeres Verhalten vor: Die Mehrheit (55 Prozent) bezeichnet sich als "Follower" und will die Kosten und Risiken eines IT-Experiments nicht auf sich nehmen. (hv)