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16.03.2001 - 

Year-End 2000 Mailbox Report

Zahl der elektronischen Postfächer steigt

MÜNCHEN (CW) - E-Mail erfreut sich als Kommunikationsmedium in Unternehmen nach wie vor wachsender Beliebtheit. Eine aktuelle Untersuchung bestätigt dies. Außerdem zeigt sie, dass Lotus im Kampf um die Vorherrschaft im Messaging-Markt noch immer die Nase vor Microsoft hat und dass Web-Mail- und Wireless-Mail-Services stark im Kommen sind.

"E-Mail ist die Killerapplikation" - mit dieser Behauptung beginnt der "Year-End 2000 Mailbox-Report" der Online-Publikation "Messaging Online". Darin wird untersucht, welche E-Mail-Systeme weltweit eine Rolle spielen und wie sich der Markt für die elektronische Post entwickelt. Die "erfolgreichste Kommunikationstechnologie seit der Erfindung des Fernsehens" verzeichnet noch immer ein starkes Wachstum, ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht in Sicht. Dem Bericht zufolge existieren weltweit inzwischen 891 Millionen E-Mail-Boxen: Dieser Markt unterteilt sich in Client-Server-gestützte Lösungen (22 Prozent), SMTP-Mail für Unternehmen (14 Prozent), Host-basiertes Messaging (zwei Prozent), Internet-Service-Provider-(ISP-)Mail (26 Prozent), Web- und Wireless E-Mail (31 und vier Prozent) sowie LAN-Messaging (ein Prozent). Die Gesamtzahl der elektronischen Briefkästen ist im Vergleich zum Vorjahr um satte 67 Prozent angestiegen: Ende 1999 existierten laut "Messaging Online" 533,1 Millionen Mailboxen weltweit.

Enorme ZuwächseImmer mehr Privatleute nutzen den elektronischen Weg, um miteinander zu kommunizieren, doch auch Unternehmen wissen um die Vorzüge dieses Mediums. Weltweit existieren "Messaging Online" zufolge 345 Millionen E-Mail-Konten in Firmen. Gegenüber dem Vorjahr (256,6 Millionen) entspricht das einer Steigerung um 34,4 Prozent.

Die USA, lange Zeit führend im Bezug auf die Nutzung von E-Mail, machen inzwischen weniger als die Hälfte des weltweiten Markts für elektronische Post aus. Das ist ein deutliches Zeichen für die steigende Popularität dieses Mediums außerhalb der Vereinigten Staaten. Was die Hersteller betrifft, gibt die Neue Welt jedoch nach wie vor eindeutig den Ton an: Nur sehr wenige Anbieter von E-Mail-Lösungen kommen aus Europa oder Asien.

Im Bereich der Client-Server-basierten Messaging-Systeme für Unternehmen hält der seit längerem zu beobachtende Konzentrationsprozess an. "Notes" steht nach wie vor unangefochten in der Spitzenposition: 78 Millionen Anwender nutzen die Lotus-Software inzwischen. Im gesamten letzten Jahr sind 22,7 Millionen Einzelplätze hinzugekommen, wobei der Hersteller allein im letzten Quartal zehn Millionen neue Nutzer für sich gewinnen konnte. Noch stärker hat allerdings Rivale Microsoft zulegen können: Die "Exchange"-Gemeinde wuchs im letzten Jahr um 23 Millionen Plätze und zählt nunmehr eine installierte Basis von 67,2 Millionen - Platz zwei damit für die Redmonder.

Wesentlich schlechter sieht es für die anderen Lösungen aus. "cc:Mail" etwa, vor wenigen Jahren noch erste Wahl für Unternehmen, wenn es um eine E-Mail-Lösung ging, ist inzwischen weit abgeschlagen. Etwa 3,5 Millionen Anwender halten der Software jedoch noch immer die Treue. Nennenswerte Alternativen wären noch Novells "Groupwise" und "Openmail" von Hewlett-Packard (HP). Es bleibt allerdings abzuwarten, welche Folgen die Entscheidung von HP, Openmail nach Erscheinen der Version 7.0 einzustellen haben wird. Wahrscheinlich werden die Anwender dieses Produkts entweder zu Notes oder Exchange migrieren.

Web-Mail gewinnt AnhängerSieht man sich die Verbreitung von Messaging-Servern auf Basis des Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) in Unternehmen an, so zeigt sich eine starke Dominanz von vier Herstellern. Neben Critical Path, das laut Report 30 Millionen Lizenzen für Unternehmen vorweisen kann, geben hier die Anbieter Sendmail, Ipswitch, Gordano und Iplanet den Ton an. Das Host-gestützte Messaging wird vor allem von fünf Produkten beherrscht: Neben "Office Vision" sind dies "All-in-1", "Nixdorf Mail", "Fischer TAO" und "Verimation Memeo", die dieses Segment nahezu zu gleichen Teilen abdecken.

Dem Bericht zufolge erfreuen sich WebMail-Dienste zwar einiger Beliebtheit, die Anhängerschaft bilden jedoch hauptsächlich private Kunden. Das hängt damit zusammen, dass die Systeme zwar in der Regel über eine brauchbare Bedienoberfläche verfügen, jedoch nicht entsprechend ausgestattet sind, um professionellen Ansprüchen zu genügen. Dazu zählen etwa fehlende Archivierungsfunktionen sowie die oft knappe Bemessung des vorhandenen Speichers. Dennoch sind kostenlose E-Mail-Accounts für viele Benutzer laut "Messaging Online" eine probate Methode, um sich vor unerwünschten Werbe-Mails zu schützen. Sie geben bei Bedarf einfach die Adresse eines elektronischen Postfachs bei Hotmail oder Yahoo an und bleiben so von Spam verschont.

AOL führend bei ISP-MailDiese beiden Anbieter sind führend, was weltweite Web-Mail-Services betrifft: Sie teilen den halben Markt unter sich auf (Hotmail 31 Prozent, Yahoo 19 Prozent). Laut "Messaging Online" existierten zum Jahresende 2000 weltweit 280 Millionen Web-Postfächer.

Im Bereich der so genannten ISP-Mail-Services, bei denen dem Kunden neben dem Internet-Zugang auch ein proprietärer Mail-Dienst zur Verfügung gestellt wird, ist America Online mit 11,4 Prozent von insgesamt 234 Postfächern weltweit führend. Der Bericht betont jedoch, dass europäische Anbieter wie T-Online, Terra Lycos oder Wannadoo es inzwischen unter die ersten 25 weltweit geschafft haben.

Als das "bei weitem am stärksten wachsende Segment" macht der Report das funkbasierte Messaging aus. Zusammengenommen hat die Zahl der Geräte, die das drahtlose Übermitteln von Textnachrichten ermöglichen, von 3,7 Millionen im Jahr 1999 bis zum Jahresende 2000 auf 31,8 Millionen zugenommen.

Abb: Messaging-Systeme

Über die Hälfte aller Mailboxen weltweit sind Web-basiert oder werden von ISPs gestellt. Quelle: Messaging Online