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01.02.2002 - 

Immer mehr zielgerichtete Attacken

Zahl der Hacker-Angriffe stark gestiegen

MÜNCHEN (CW) - Die Zahl der Hacker-Attacken auf Unternehmen ist in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres erheblich gestiegen. Dabei handelte es sich zu fast 40 Prozent um zielgerichtete Angriffe.

Einer Studie im Auftrag der US-Firma Riptech zufolge, die 5,5 Millionen Logfiles von 300 Kunden aus 25 Ländern analysiert hat, wurden zwischen Juli und Dezember 2001 durchschnittlich 79 Prozent mehr Vorfälle pro Woche gemeldet als im ersten Halbjahr. Ingesamt 128678 Hacker-Attacken registrierte Riptech.

Überrascht zeigten sich die Experten von der zielgerichteten Vorgehensweise der Hacker. Während es sich zu 61 Prozent um von Suchmaschinen automatisch aufgedeckte Sicherheitslücken handelte, stellte Riptech immerhin bei 39 Prozent der Angriffe eine konkret gegen bestimmte Unternehmen gerichtete Strategie fest.

Energieversorger unter BeschussBesonders stark traf es Energieversorger. Auch zeitlich ergaben sich Parallelen zwischen den Vorfällen: Nachdem die Zahl der Attacken nach dem 11. September zunächst schlagartig zurückgegangen war, stieg die Hacker-Aktivität laut Studie zwei Wochen später erneut an und ließ an Weihnachten wieder nach.

Der IT-Security-Anbieter stufte zwar weniger als ein Prozent der Angriffe als "schwere und unmittelbare" Bedrohung für seine Kunden ein. Dennoch sind auch harmlosere Vorfälle mit hohen Kosten - vor allem durch Arbeitsausfälle - verbunden. Einer Umfrage des Computer Security Institute und dem FBI zufolge gingen den Unternehmen durch Hacker 2001 rund 377,8 Millionen Dollar durch die Lappen. Im Vorjahr waren es noch 265,6 Millionen Dollar.

Auch nach Angaben des Computer Emergency Response Team (Cert) haben Angriffe auf die IT-Sicherheit von Firmen stark zugenommen. Im Jahr 2000 hatte die US-Organisation 1090 Attacken registriert, 2001 waren es schon 2437. Immerhin 41 davon stufte das Cert als "sehr schwer" ein - ein Jahr zuvor waren es 26. (sp)