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04.11.1994

Zahl der Stellenangebote waechst nach Prozenten wieder zweistellig Client-Server-Trend fuer Softwareprofis guenstig

MUENCHEN (CW) - Die Nachfrage nach Softwarespezialisten steigt wieder deutlich. Wie die juengsten EMC-Anzeigenanalysen belegen, boten die Unternehmen im dritten Quartal um 20 Prozent mehr freie Positionen fuer DV-Spezialisten an als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Vor allem DV-Berater, Software- und Systemhaeuser taten sich als Schrittmacher hervor. Sie schalteten um die Haelfte mehr Jobanzeigen als noch vor einem Jahr und stellen mittlerweile ueber ein Drittel des Angebots fuer Software-Experten. Wie die EMC- Untersuchung zeigt, suchen Unternehmen vor allem Software- Ingenieure, Systemspezialisten, DV-Berater und Kommunikationsfachleute. Die Inserate fuer Know-how-Traeger in diesen Funktionen erreichen nunmehr 28 Prozent vom Gesamtangebot fuer DV-Spezialisten - sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Hinblick auf den stagnierenden Markt fuer DV-Kernberufe faellt dieser ueberproportionale Anstieg besonders stark ins Auge. Den Aufwaertstrend fuehrt Hans Bommer, Geschaeftsfuehrer der Pylon Unternehmensberatungen, vor allem auf die verstaerkte Tendenz zu Vernetzung und Dezentralisierung zurueck: "Wir benoetigen sowohl systemnahe Spezialisten als auch organisationserfahrene Berater."

Die Softwarehersteller, Distributoren und Consultants stuenden vor der anspruchsvollen Aufgabe, Programme und Know-how als standardisierbare Produkte zu schaffen, die in neue, Client- Server-orientierte Architekturen eingebettet werden. Daraus resultiert, so Bommer, die verstaerkte Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.

Diese sollten fundierte und spezielle Kenntnisse im PC-Bereich, in Netzwerken, Protokollen, Datenmodellierung und Anwendungs-Tools besitzen.

Dass vor allem die Software- und Beraterbranche so emsig an der Schaffung neuer Arbeitsplaetze beteiligt ist, hat seinen Grund in der nicht allzu ausgepraegten Investitionsbereitschaft der Unternehmensleiter vieler Anwenderunternehmen, glaubt der Hamburger Geschaeftsfuehrer.

Wie aus den EMC-Stellenmarktanalysen hervorgeht, ist beispielsweise bei Banken und Versicherungen ein leicht ruecklaeufiger Trend bei der Nachfrage nach DV-Spezialisten gegenueber dem Tiefstand von 1993 erkennbar. Fuer Bommer fuegt sich das Bild zusammen: "Die Unternehmen kommen aus einer Periode der Kosteneinsparungen, die Einstiegsinvestitionen in eine Client- Server-Umgebung sind noch relativ hoch, und der Betrieb ist teilweise schwer kalkulierbar."

Der Mitarbeiter aus der Fachabteilung habe als privater und geschaeftlicher Nutzer eines PCs vielfach einen hohen Anspruch an den technologischen Standard, er sehe die daraus resultierenden Chancen direkter als die DV-Leitung und setze sein Unternehmen unter Druck, entsprechende Systeme bereitzustellen.

Die neuen Technologien und Architekturen stellen alle Unternehmen vor ein enormes personelles Problem, meint der Pylon-Chef: "Alte und neue Mitarbeiter haben einen ungeheuren Lernaufwand zu bewaeltigen." Das sei ein Pruefstein fuer deren Qualitaet, aber auch eine Herausforderung an die Betriebsleitungen, die diesen Prozess zu organisieren und zu finanzieren haben (siehe auch Kommentar Seite 65).