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30.05.1986

Zahlen zum LAN-Markt Europa

Zum europäischen LAN-Markt liegen Zahlen der unterschiedlichsten Berechnungsgrundlagen vor. Mal beziehen sie sich auf ein bestimmtes Übertragungsmedium, mal nur auf bestimmte Anwendungen, ein weiteres Mal auf gewisse Standards.

LAN-Anbieter, besonders große Hersteller, definieren sich ihren Markt selbst und kommen so immer wieder zu einem Platz eins oder zwei in der Weltrangliste. So durchsichtig diese statistischen Tricks sind so wirkungsvoll bleiben sie für den Newcomer, der allemal auf die großen Namen fixiert ist und speziell im Sektor LAN in der Regel noch kein Lehrgeld bezahlt hat.

Auch Marktforschungsunternehmen, besonders wenn sie Auftragsforschung betreiben - und das ist meist der Fall - gehen gerne mit speziell zugeschnittenen Scheuklappen durch das Marktgetümmel. Selektive Wahrnehmung ist schon immer eine Tugend derer gewesen, die das Lied jener singen, deren Brot sie essen.

Eine Untersuchung der IDC Deutschland GmbH, Eschborn, die sogenannte IDC-Eurocast-Studie, stammt aus dem Hause der CW-Communications und kann daher den Anspruch erheben, zwar in gewisser Weise auch Auftragsforschung zu sein, aber doch in erster Linie für die Leser beziehungsweise Abonnenten zum Beispiel der COMPUTERWOCHE oder anderer europäischer Publikationen der US-Mutter CW-

Communications International. Hier wurde der Markt eindeutig im Anwenderinteresse analysiert.

Teil I und II der Studie sind im Sommer 1985 erschienen, also nicht mehr allerneuesten Datums, dennoch sind die Daten als Basisinformation immer noch sehr gut zu verwenden. Hier einige IDC-Aussagen:

1983 wurden 9360 LAN-Anlagen in Europa installiert, 214 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereits 1984 stieg die Auslieferungszahl um 110 Prozent auf 19618 Einheiten. IDC erwartet, daß 1990 345 500 LANs die Kunden erreichen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 61 Prozent zwischen 1984 und 1990 bei den ausgeIieferten Einheiten.

Die erdrückende Mehrheit der in Europa und heute installierten LANs arbeitet in Basisbandtechnologie. 1982 fanden 2981 von ihnen einen Kunden, ein Jahr später waren es bereits 9270 und 1984 gar 19 445. An Breitband-LANs hingegen wurden 1982 ganze 19, 1983 nur 90 und auch 1984 lediglich 163 ausgeliefert.

Der eindeutige Basisbandmarktführer zum Jahresende 1984, gerechnet in installierten und ausgelieferten Einheiten, ist ICLs Microlan mit 18 Prozent Marktanteil. Im High-end-Basisband-Sektor allerdings dominiert Datapoint mit 21 Prozent, während ICL im Low-end-Bereich sogar einen Anteil von 24 Prozent innehat. Anders im Breitbandmarkt, wo Sytek mit 32 Prozent (installierte Basis) beziehungsweise 36 Prozent (ausgelieferte Einheiten) die Führung übernommen hat. Es steht zu erwarten, daß IBM ab 1986 mit dem von Sytek entwickelten leicht modifizierten PC-LAN die Position der Nummer eins an sich reißen wird.