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13.02.1976 - 

Anwenderbericht: Gerresheimer Glas Aktiengesellschaft

Zehn einheitliche Subsysteme in den Werken

Im Jahre 1972 entschlossen wir uns im Hause Gerresheimer Glas AG, einem der größten deutschen Hersteller von Verpackungsmitteln aus Glas, Kunststoff, Karton und Metall, neben dem Aufbau eines zentralen Rechenzentrums in Düsseldorf für den dezentralen Einsatz von "Kleincomputern" in den einzelnen Werken des Gesamt-Konzerns.

Doch bevor der Startschuß für die erste Installation fallen konnte, mußten sich fünf Hersteller von intelligenten Terminals einer intensiven, 35 Beurteilungspunkte umfassenden Untersuchung unterziehen. In einer "Vor-Entscheidung" waren bereits mehrere Anbieter auf der Strecke geblieben: ihre Geräte boten nicht die Intelligenz, die zur Lösung der von uns vorgesehenen Aufgabenstellung nötig war. Wir entschieden uns für das Data-point-Terminal 2200, von der damals wohl nur Insidern bekannten Firma Gier Elektronics GmbH, Hannover.

Remote-Batch mit 2400 Baud

Zur Erstellung der Anwendungs-und DFÜ-Software wurde die erste Einheit im April 1973 in Düsseldorf installiert. Unser Werk in Minden bekam im Mai 1973 seine Anlage und begann im Juni 1973 mit dem Echtbetrieb.

Mittlerweile sind in zehn Werken Gier-Datenstationen installiert (Grafik). Sie sind einheitlich konfiguriert:

- Zentraleinheit mit 8 K Hauptspeicher, 960-Zeichen-Bildschirm, 2 Magnetbandkassetten-Laufwerke, alphanumerische Eingabetastatur mit separatem Zehnerblock,

- Matrix-Drucker mit 165 Zeichen/ Sek.,

- synchroner DFÜ-Adapter.

Wir, starteten zunächst mit der Offline-Übertragungstechnik: Das Datapoint im zentralen Rechenzentrum verfügt zusätzlich über eine 800-bpi-Magnetband-Station. Im vergangenen Jahr wurde darin auf "online" umgestellt.

Mit Modems der Deutschen Bundespost D 2400 S übertragen wir über Wählleitungen also in Remote-Batch-Arbeitsweise, wobei im zentralen Rechenzentrum die Ferndatensteuereinheit IS/1101 von GTE und als Datenkommunikations-Software Taskmaster von Pragma-Software im Einsatz sind.

Taskmaster und 2780-Emulation

Senden und Empfangen laufen zu festen Zeiten als Subtasks unter Taskmaster. Zur Datenübertragung wird eine von Gier entwickelte 2780-Emulation benutzt.

In den Werken erfolgt unter Bedienerführung über den Bildschirm die Eingabe der Produktions-Ergebnisse, Versand-Daten, Kalkulations-Anforderungen (bei Werken mit eigenen Vertriebsaktivitäten) und Lohndaten. Während der Eingabe laufen eine Reihe von Fehlerprüfungen ab. Die erfaßten Daten werden, getrennt nach Sachgebieten, auf Magnetbandkassetten zwischengespeichert, und später über Wählleitung zum zentralen Rechenzentrum gesendet.

Schnellbericht mit Soll-Ist-Vergleich

Grundsätzlich werden die Daten nach der Erfassung protokolliert und teilweise auch zu werksspezifischen Steuerungs-Zwecken verarbeitet: Aus den Produktionsdaten erstellen wir einen Produktions-Schnellbericht, der je Fertigungsauftrag die kumulativen Produktions-Ergebnisse enthält und die Leistungswerte vorgegebenen Standards gegenüberstellt.

Die einzelnen Werke erhalten per DFÜ vom zentralen Rechenzentrum, wiederum zu festen Zeiten, folgende Auswertungen:

- Fertigungsprogramm und -aufträge

- Produktionsberichte

- Fertigwaren-Bewegungs-Bestandslisten

- Vor-Kalkulation

- Lohnlisten sowie

- einige Fehlerprotokolle verschiedener Sachgebiete, die in Werken bearbeitet werden.

Diese Daten werden von der Übertragung komprimiert, in den Werke zunächst auf Magnetbandkassette auf zeichnet und nach Abschluß des Übertragungsvorganges ausgedruckt.