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19.03.1982 - 

Neues Domizil für tausend Studenten:

Zehn Jahre-EDV-Bildungszentrum München

MÜNCHEN (pi) - Am 1. März 1982 fand in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung sowie der zuständigen Ministerien die offizielle Eröffnung der neuen Räume des Münchner EDV-Bildungszentrums statt. Insgesamt verfügt die Bildungsstätte nun über 16 Lehr- und zwei Praktikumssäle, zahlreiche Verwaltungsräume und über eine eigene Cafeteria.

Für die Dialogprogrammierung stehen den Studenten Systeme marktführender Hersteller zur Verfügung: ein IBM-Großrechner 370/158 mit 20 Datensichtstationen, ein Siemens Kompaktcomputer 7531 mit 20 Datensichtstationen sowie zehn Mikrocomputersysteme Panasonic JD-800 M mit zehn Datensichtstationen und Tischdruckern.

Hundert Lehrkräfte unterrichten in 42 Voll- und Teilzeitlehrgängen an die tausend Studenten, zehnmal soviel wie bei der Gründung des Instituts vor zehn Jahren. Damit wird eine Entwicklung offenbar, auf die auch der geschäftsführende Leiter Wolfgang Pflanz bei der Begrüßung hinwies: die enorme Zunahme der Beschäftigung in der EDV. Sie sei in der Bundesrepublik seit 1960 von 10000 auf nunmehr 500000 gestiegen. Für das Jahr 1990 rechne er sogar mit 800000 Beschäftigten.

Auf dieses Thema ging auch der Präsident des Landesarbeitsamtes Südbayern, Alfred Kohl, in einem Referat ein. So habe der technische Fortschritt innerhalb von zwei Jahrzehnten einen Wechsel von 20 Millionen Arbeitsplätzen bewirkt. Dennoch sei der alte "Beruf fürs Leben nicht tot". Man müsse sich nur umorientieren können.

Unzulängliche Menschen

In einem Grundsatzreferat sprach der Karlsruher Universitätsprofessor Karl Steinbuch über die "Informatisierung der Wirtschaft". Er zeigte auf, daß in hochentwickelten Gesellschaften die Informationstätigkeiten personell den größten Anteil ausmachen. Die gegenwärtigen Fortschritte der Informationstechnik werden nach Steinbuch noch größere Veränderungen des menschlichen Zusammenlebens und Zusammenarbeitens bewirken, als es der Buchdruck tat. Die informationelle Unzulänglichkeit des Menschen habe drei Ursachen: die Unzulänglichkeit der Informationsaufnahme, die unzulängliche Kapazität des Gedächtnisses und die unzulängliche Kapazität des Gegenwartsspeichers des Menschen.

Zum Freisetzungsproblem zeichnete Steinbuch die Alternative auf: entweder Automatisierung und Mittel für das soziale Netz oder keine Automatisierung und auch keine Mittel für das soziale Netz!