Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.04.2001 - 

Langsamere Verbreitung als bislang prognostiziert

Zehn Millionen EU-Haushalte surfen 2005 breitbandig

NÜRNBERG (CW) - Breitbandige Zugänge wie Powerline, xDSL oder Kabel-TV-Modems sollen dem Internet neuen Schwung geben und multimediale Inhalte erlauben. Allerdings scheinen die Anwender daran, glaubt man dem Web-Marktforschungsunternehmen Jupiter MMXI, kaum Interesse zu haben. Lediglich 14 Prozent der EU-Haushalte sollen bis 2005 breitbandig online gehen.

Eine relativ langsame Verbreitung breitbandiger Access-Dienste prognostiziert Jupiter MMXI für Europa. Die Auguren widersprechen damit einem Großteil der Voraussagen, die bisher für dieses Marktsegment gemacht wurden. Die Marktforscher schätzen, dass die Breitbandtechnologie in den kommenden fünf Jahren nur nach und nach angenommen wird. Bis zum Jahr 2005 würden lediglich zehn Millionen der europäischen Haushalte über einen breitbandigen Internet-Zugang verfügen.

Nur geringe NachfrageGründe hierfür sehen die Auguren in dem mangelnden Wettbewerb unter den Betreibern sowie der geringen Nachfrage auf Kundenseite. Eine Erklärung für Letztere könnte laut Jupiter MMXI das begrenzte Wissen der Verbraucher über die Vorteile der breitbandigen Techniken sein. So sei dem Gros der Benutzer das Potenzial der Breitbandtechnologien weitgehend unbekannt, wie eine Befragung der Marktforscher ergab. Als Hauptgrund, warum sie sich für einen Breitbandanschluss entscheiden würden, führten die Befragten dabei an, dass sie so die Telefonleitung freihalten könnten, während sie im Internet surfen. 33 Prozent versprachen sich davon eine schnellere Internet-Verbindung und 29 Prozent die Möglichkeit, Software rasch herunterzuladen.

Eine weitere Hemmschwelle sind für die Surfer die hohen Preise für diese schnellen Technologien. Gegenwärtig fallen im EU-Durchschnitt als einmalige Anschlussgebühr 200 Euro an, die monatliche Grundgebühr beträgt 50 Euro.

Nach Regionen aufgeschlüsselt, prognostiziert Jupiter MMXI, dass die nordischen Staaten mit ihrer derzeit größten Internet-Verbreitung in Europa die Breitbandtechnik am schnellsten annehmen werden. Bis zum Jahr 2005 nutzen schätzungsweise 30 Prozent der Haushalte in Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark Zugangstechniken wie Powerline, xDSL oder Kabel-TV. In Deutschland und Großbritannien erwarten die Forscher eine langsamere Entwicklung.

Abb: Breitbandnutzung in Europa

Die Nordeuropäer haben laut Jupiter MMXI künftig bei der Nutzung von breitbandigen Internet-Zugängen die Nase vorn. Quelle: Jupiter MMXI