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21.10.1994

Zehnmal schneller als die heute ueblichen SCSI- oder IDE-Verbindungen Apple entwickelt eine serielle Hochleistungs-Schnittstelle

FRAMINGHAM (IDG) - Bei den Verhandlungen zwischen Apple und IBM ueber einen Hardwarestandard rund um den Power-PC-Prozessor (Power- PC Reference Platform = Prep) steht vermutlich auch eine neue serielle Schnittstelle zur Diskussion, die den Datentransport auf Touren bringt. Unter Umstaenden wird daraus ein Standard fuer die Datenuebertragung bei Multimedia-PCs.

Die Schnittstelle mit dem Codenamen "Firewire" bietet eine Uebertragungsrate von 100 Mbits/s - zehnmal mehr, als ueber eine heute uebliche SCSI-Verbindung oder einen IDE-Festplattenanschluss fliessen koennen. Laut Apple kann mit Detailverbesserungen sogar eine Transfergeschwindigkeit von 400 Mbit/s erreicht werden, berichtet die CW-Schwesterpublikation "Computerworld".

Darueber hinaus lassen sich mit Firewire mehr Geraete ueber groessere Strecken verbinden, verglichen mit heutigen Schnittstellen: Bis zu 63 Systeme koennen an einen Ausgang angeschlossen werden, die maximale Kabellaenge betraegt jeweils 4,5 Meter.

Zusammen mit Texas Instruments hatte Apple Firewire bereits vor einem Jahr auf der Computermesse Comdex in Las Vegas demonstriert. Die Technik ist noch nicht standardisiert, doch liegt dem amerikanischen Normierungsgremium Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) eine Detailbeschreibung "P1394" vor. Derzeit verkauft Apple bereits Nachbaugenehmigungen an Chips- und Platinenhersteller, unter anderen an AT&T Global Information Solutions (frueher: NCR).

Apple gab allerdings noch nicht bekannt, wann diese Schnittstelle in Macintosh-Rechnern eingebaut wird. Unklar ist bisher auch, ob Firewire die heute verwendete SCSI-Verbindung abloest oder beide parallel genutzt werden koennen.

Marktbeobachter wie Peter Hartsook, der Herausgeber des Branchenblattes "The Hartsook Letter", mutmassen, dass Apple Mitte naechsten Jahres die Power-Macintosh-PCs gleichzeitig mit Firewire und dem PCI-Bus, wie er heute in Intel-Rechnern ueblich ist, ausstatten wird. Allerdings, so Hartsook weiter, habe Apple sich bei den Prep-Verhandlungen mit IBM noch nicht auf eine serielle Schnittstelle geeinigt - Apple hatte bisher die SCSI-Verbindung bevorzugt, waehrend IBM auf einer IDE-Anbindung bestanden haette.

Immerhin haben sich inzwischen etwa 20 Firmen zu einer Arbeitsgemeinschaft fuer die 1394-Schnittstelle (1394 Trade Association) zusammengeschlossen und wollen gemeinsam mit Apple die Normierung der neuen Technik vorantreiben.