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08.12.1989 - 

US-Studie belegt: Tendenz zur RZ-Auslagerung bleibt die Ausnahme

Zentrale DV/Org.-Abteilung hat weiter hohen Stellenwert

FRAMINGHAM (IDG) - Während in den USA immer noch heftig über die geplante Auslagerung der RZ- und Netzwerkaktivitäten von Kodak und Co. diskutiert wird, zeigt eine Untersuchung der Index Group, daß die meisten Unternehmen an einer zentralen DV-Abteilung festhalten wollen.

Die Ergebnisse der Befragung, die zur Jahreswende veröffentlicht werden soll, basieren auf Aussagen von 243 amerikanischen und 92 europäischen DV/Org.-Leitern. Die wohl wichtigste Erkenntnis der Index-Marktforscher aus Cambridge, Massachusetts, lautet: 82 Prozent der US-Unternehmen und 73 Prozent der europäischen Konzerne halten bis zum Jahr 2000 eine zentrale DV-Abteilung für unumgänglich; umgekehrt glauben nur neun Prozent der Amerikaner und zehn Prozent der Europäer, daß in ihren Organisationen künftig keine solche Einrichtung mehr vorhanden sein wird.

"Jedes Unternehmen, das seine zentrale DV-Abteilung eliminiert, verhält sich im Grunde gegenläufig zum derzeitigen Trend", faßt Leonard Bergstrom von der Real Decisions Corp., einer Beratungsgesellschaft, die ihre Klientel unter den größten 250 Firmen hat, seine Erfahrungen zusammen. Zwar seien die großen Konzerne bestrebt, ihre DV-Aktivitäten zu konsolidieren, um deren Wirtschaftlichkeit zu steigern, doch verfügten sie nach wie vor über mindestens ein Unternehmens-Rechenzentrum. Anders sieht Bergstrom dagegen die längerfristige Entwicklung bei kleineren Firmen: Wenn sich dort der Gedanke der RZ-Auslagerung und des Netzwerk-Betriebs auf kommerzielle Anbieter erst einmal durchgesetzt habe, könnte sich dies unter Kostengesichtspunkten durchaus rechnen und zunehmend attraktiv werden.

Andere Marktbeobachter sehen die Bedeutung einer zentralen DV/Org.-Abteilung nicht nur darin, die Netzwerk-Installationen auf dem letzten Stand zu halten.

"In einem Konzern muß eine gewisse Synergie der Geschäftsfelder vorhanden sein und Information ist eine, wesentliche Grundlage hierfür", meint Michael Parker von der Bostoner

Beratungsgesellschaft MAC Group.: "Ich fände es erstaunlich, wenn ein Unternehmen noch nicht einmal über eine kleine zentrale DV-Abteilung ,verfügte, um wenigstens einheitliche Beschaffungsrechtlinien zu erlassen und Großkundenrabate aushandeln zu können."