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16.11.1979 - 

Gewußt wo:

Zentrale Netzkontrolle mit RASP

MÜNCHEN (CW) - Mit der zunehmenden Bedeutung von Datennetzen wachsen auch Notwendigkeit und Häufigkeit, Störungen schnell erkennen und beheben zu müssen. Eine Möglichkeit, Fehler in den Leitungen, in Modems, Terminals oder in der Steuereinheit lokalisieren zu können, glaubt die Münchener Wetronic Automation GmbH mit dem RASP-System gefunden zu haben.

Wetronic bietet dieses Remote Access Switching and Patching System (RASP) an, das dem Benutzer erlauben soll, sich nicht direkt an den verschiedenen Installationsorten um die dort auftretenden Fehler kümmern zu müssen. RASP liefere, so Wetronic, alle Funktionen und Informatinen, die notwendig seien, um das Netzwerk von der Zentrale aus kontrollieren und steuern zu können. Komponenten des RASP-Systems sind die Systemkonsole, Steuereinheiten, Test-Stationen, Patching-Einheiten und der Log-Drucker. Die Patching-Einheiten werden an die Digitalseite der Modems als Verbindung zu den Datenübertragungswegen sowie an die Front-End-Prozessoren angeschlossen. Sie bewirken den Zugriff auf das Übertragungsnetz sowie die Patch-Funktionen. Die Test-Stationen steuern die Umschaltvorgänge und den Ablauf des Patching. Die Systemkonsole zeigt die Funktion des Gesamtsystems sowie die Status- und Alarmbedingungen an. Der Log-Drucker versorgt den Benutzer mit dem Beleg über die Arbeitsweise des Datennetzes.

Um eine Leitung überwachen zu können, muß der Anwender mit Kosten in Höhe von 1500 Mark rechnen. Er ist dann in der Lage, Fehler durch Einschalten von Ersatzstrecken zu beheben. Eine Fehleranalyse ist darüber hinaus durch Einsatz eines Datensichtgerätes (Datascope) möglich. Ein solches Gerät kostet ungefähr 80 000 Mark. Für diesen Preis erhält man, nach Meinung von Wetronic, das derzeit beste Gerät.

Die Graphik zeigt den Ablauf der Behandlung einer gedachten Störung von der Erkennung bis zur Beseitigung.

1 Fehler tritt am Eingang 0139 des Front-End-Prozessors "A" auf.

2 Alarm, angezeigt auf der Systemkonsole, verursacht durch eine Störung im Schaltkreis 0139 wegen Unterbrechung im Datenverkehr.

3 Datenterminal kann keine Daten übermitteln.

4 Test-Stationspricht Adresse 0139 der Steuereinheit an und schaltet alle Verbindungen dieser Schnittstelle auf die Test-Station. Datascope überwacht die Schnittstelle, der Operator sieht, daß in

keiner Richtung Daten ausgetauscht werden. Der Operator stellt die

Funktionsfähigkeit des Terminals, der Telefonleitung und der Modems fest. Die Test-Station ermittelt als Verursacher der Störung einen fehlerhaften Eingang am Front-End-Prozessor. Der Operator

legt unter Umgehung des fehlerhaften Eingangs, den Schaltkreise 0139 auf einen Ausweicheingang , so das die Störung damit behoben ist. Diese Umschaltung wird dann manuell an der Remote Digital Patch Unit vollzogen.

5 Umschaltung wird durch Personal manuell verwirklicht.

6 Fehlerhafter Eingang wurde offline geschaltet und kann repariert werden.

7 Drucker hält mit einem Bericht sämtliche Meldungen und Aktivitäten fest.