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09.01.1998 - 

Ergonomie/Die Schritte zu besseren Arbeitsplätzen

Zentrale Planung, dezentrale Ausführung

In größeren Betrieben ist es sinnvoll, die Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes und der Bildschirmarbeitsverordnung zweistufig zu planen. Betriebsübergreifend sollte ein Arbeitskreis aus Geschäftsführung, DV-Abteilung, Haustechnik, Abteilung für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt und Personal- oder Betriebsrat zusammentreten. Auf zentraler Ebene lassen sich zum Beispiel diskutieren und festlegen:

- Methoden der Arbeitsanalyse, der Datenauswertung und Dokumentation,

- Prinzipien der Auswahl von Arbeitsplätzen für detailliertere Analysen,

- Standards in der Raumausstattung (Beleuchtung, Klima, Sonnenschutz etc.),

- Standards in der Beschaffung von Möbeln und DV-Geräten,

- Standards für die Gestaltung von Software-Benutzungsoberflächen,

- Richtlinien für ein systematisches Vorgehen bei Auswahl beziehungsweise Entwicklung ergonomisch gestalteter Software sowie

- Zielvorstellungen für gut gestaltete Arbeitsaufgaben.

Die Erhebung der Sicherheits- und Gesundheitsbedingungen an Bildschirmarbeitsplätzen, die Planung und Ausführung von Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes, die Bewertung des Erfolgs der Maßnahmen und die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilungen sind Aufgaben, die in größeren Betrieben sinnvollerweise dezentral koordiniert und erledigt werden sollten.

In folgenden Schritten könnte eine Umsetzung der Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes und der Bildschirmarbeitsverordnung erfolgen:

1. Verantwortliche benennen und Steuerungsgremium bilden,

2. Festlegung von Zielkriterien, Standards und Überprüfungsmethoden,

3. Information der Beschäftigten,

4. Ergonomie-Check an allen Bildschirmarbeitsplätzen,

5. Auswahl der genauer zu untersuchenden Arbeitsplätze,

6. Ermittlung von Schwachstellen an diesen Arbeitsplätzen,

7. Auswertung der Datenerhebung und Entwicklung von Gestaltungsvorschlägen,

8. Berichterstattung an das Steuerungsgremium und weitere zuständige Stellen,

9. Entscheidung über Maßnahmen zur Beseitigung der Gesundheitsgefahren,

10. Umsetzung von Maßnahmen,

11. Überprüfung des Erfolgs der Aktivitäten sowie

12. Fortlaufende Dokumentation der Analysen und Maßnahmen.

*Dr. Susanne Maaß und Dr. Martin Resch sind Geschäftsführer der Computer Arbeit Organisation Dienstleistungsgesellschaft mbH (Caro) in Hamburg.