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20.09.1978 - 

Die EDV-Systeme der RGW-Länder -Teil 3 Tschechoslowakei

Zentrale Stellung unter "ESER"-Produzenten

Wo stehen die RGW-Staaten mit ihrer Datenverarbeitung? Sind sie auf westliches Know-how angewiesen, brauchen sie die Kapitalisten, um ihren Bedarf an Rechnerkapazität befriedigen zu können? Durch die kontinuierliche Analyse vob Ostblock-Veröffentlichungen zu diesem Thema, durch die Auswertung von Statistiken über den Warenfluß zwischen den einzelnen Partnern im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, versucht Klaus Krakat von der Berliner Forschungsstelle für gesamtdeutsche wirtschaftliche und soziale Fragen ein sachgerechtes Bild über die DV-Aktivitäten der einzelnen Comecon-Staaten zu zeichnen. Die COMPUTERWOCHE veröffentlicht diese Analysen in unregelmäßiger Reihenfolge.

Die EDV in der CSSR genießt wie in den anderen RGW-Ländern staatlicherseits eine intensive Unterstützung und konnte sich dank intensiver Förderung in den letzten Jahren beschleunigt entwickeln. Zu den Trägern der EDV-Industrie zählen:

- die Aritma-Werke in Prag (Nationalunternehmen),

- die Zbrojovka-Werke in Brünn (Nationalunternehmen),

- die Werke für Gerätebau und Automatisierung in Kosire (Nationalunternehmen) sowie

- die Tesla-Werke, Prag.

Hinzu kommen verschiedene Forschungsinstitute, die auf dem Gebiet der elektronischen Rechentechnik tätig sind wie zum Beispiel das Computerforschungszentrum in Preßburg. Import und Export rechentechnischer Erzeugnisse werden vom Außenhandelsunternehmen KOVO-Export geregelt.

Gemessen an der Vielfalt von ESER-Erzeugnissen nimmt die CSSR unter den RGW-Ländern eine zentrale Stellung ein.

Das Produktionsprogramm der tschechischen EDV-Industrie umfaßt gegenwärtig folgende Erzeugnisse:

- ESER-Rechner vom Typ EC 1021 (Reihe 1). Im Stadium der Produktionsvorbereitung befindet sich darüber hinaus die ESER-EDVA EC 1025 (Reihe 2). Es handelt sich hierbei um ein stationäres Universal-Ziffernrechner-System (IS/TTL).

- Zur ESER-Peripherie zählen: Magnetbandspeicher, Magnetbandsteuergeräte, Wechselplattenspeicher, Gerätesteuereinheiten, Lochkartenlesegeräte, Lochkartenstanze, Lochbandein- und -ausgabegeräte, Rollenkurvenzeichner, alphanumerische Paralleldrucker, Tischzeichengeräte, Abfrageeinheiten, Datenübertragungsgeräte.

Zu den Nicht-ESER-Anlagen und -Geräten gehören insbesondere:

- Hybrid-Analog-Rechner vom Typ ADT 300 und ADT 7000 von Aritma,

- Analog-Rechner der Serie Meda von Aritma,

- Numerikrechner vom Typ Tesla 200 und Tesla 300,

- Steuerrechner vom Typ Tesla RPP-16 sowie Mini-Steuerrechner vom Typ RPP-16m und schließlich

- Bürorechner der Serie Consul (zum Beispiel Consul 265, 266 etc.),

- Peripheriegeräte (Kassettenspeicher, Koordinatenschreiber, Lochstreifenleser, automatische Zeichenanlagen und andere) runden das Programm ab.

In den Betrieben sind neben Anlagen und Geräten aus der eigenen Produktion besonders ESER-Erzeugnisse (zum Beispiel EDVA EC 1032, 1040, 1010) und ebenso Erzeugnisse westlicher EDV-Hersteller in Einsatz.