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Als Alternative zum "traditionellen" Datenbankansatz:


13.02.1987 - 

Zentraler Server kann PC-Aktivitäten vereinen

Integrationsfähige PC-Lösungen könnten gerade im Bürobereich ein vielversprechendes Arbeitsmittel sein, Dieser Ansatz wird jedoch vielfach zugunsten anderer Konzepte vernachlässigt. Als Alternative zum "traditionellen" DB-Einsatz schlägt Dietmar Bothe* die Kommunikation via zentralem Server innerhalb eines PC-Netzwerks vor.

Der PC auf dem Schreibtisch verspricht ein schier unerschöpfliches Potential, eine Superhilfe für alle Arbeiten im Büro. Doch leider hat er einen Schönheitsfehler: Er kann nur machst seinesgleichen kommunizieren. Der professionelle Anwender, der den PC in einer größeren Umgebung einsetzen will, hat also Probleme. Es gibt eine Vielzahl von Schnittstellen, aber wenig Lösungen.

Für viele Anwendungen ist das ein Handicap. Statt sich als "Timesharing"-Benutzer des großen Zentralsystems zu bedienen und damit Zugriff auf den Datenhintergrund des Unternehmens. oder mindestens der eigenen Abteilung zu haben, arbeitet man isoliert. Mehrfacharbeiten und inkonsistentes Datenmaterial gehören zum Alltag der Abteilung, die sich auf Personal Computer eingelassen hat.

Dabei sind integrationsfähige PC-Lösungen im Prinzip ein ausgezeichnetes Arbeitsmittel, maßgeschneidert für die Abteilung im Unternehmen. Der Markt konzentriert sich aber statt dessen auf andere Besteller, die sich jeweils auf einen PC konzentrieren. Textsysteme, Branchenlösungen und Datenbanksysteme sind hierfür Beispiele.

Diese Produkte sind faszinierend und der Erfolg wird von den Verkaufszahlen belegt: Auch ein DV-Laie kann sehr schnell "seine" Anwendung aufbauen, auf einfache Weise Abfragen starten oder Texte erstellen. Die Nachteile liegen jedoch auf der Hand- Solche Systeme sind nur auf die "persönliche Umgebung" ausgelegt und von der Kapazität her jeweils beschränkt.

Eine integrierte Lösung beseitigt mit einem Schlag mehrere Nachteile isolierter PCs. Gute Geräte haben besondere Stärken bei der Bearbeitung von Daten-, verbessern die interne Kommunikation und ermöglichen die Integration der Abteilung in die Netze großer Hersteller.

Die Kommunikationsmöglichkeiten, die ein zentraler Server eröffnet, wirken in drei Bereichen. Einmal schafft er die Verbindung von PC zu PC, zweitens verbindet er die Abteilung mit der zentralen DV und drittens schlägt er die Brücke zu öffentlichen Netzen.

Gefahr von Insellösungen läßt sich vermeiden

Die Einbindung der Abteilungslösung in die DV-Struktur des Unternehmens kann natürlich über Netze, SNA-Gateways, direkte Kopplungen oder ähnliches erfolgen. Eine andere Möglichkeit, die drei Kommunikationsstufen Abteilung, Unternehmen und öffentliches Netz über ein Konzept abzudecken, bietet Electronic Mail. Statt auf ISDN oder integrierte lokale Netze zu warten, die erst Realität werden müssen, bietet das Mailbox-System wenigstens eine jetzt verfügbare und preiswerte Lösung.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß das Konzept zentraler Server und verteilter PCs den Anforderungen einer Unternehmensabteilung bezüglich Kommunikation und Datenmanagement in hohem Maße gerecht wird, ohne eine Insellösung zu schaffen. Rechnet man die Möglichkeiten des Personal Computers hinzu, so sind an jedem PC-Arbeitsplatz die Anwendungen Datenbank (große Leistung, komfortable Anwendungsgenerierung), Kalkulation (Spreedsheets auf umfangreicher Datenbasis), Textverarbeitung und Kommunikation (in Abteilung, Unternehmen und Öffentlichkeit) zu einem System integriert.

Mitarbeiter müssen sich nicht umstellen

Anwendungen, wie Datenbankabfrage, danach Einbringen in ein Kalkulationsblatt und übersenden an einen. Empfänger, sind sehr schnell erstellt. Schließlich kommt hinzu, daß sich die Mitarbeiter nicht umstellen müssen. Sie behalten ihren gewohnten PC und können restlos alle existierende Hardware weiterhin voll nutzen. Man kann die Entwicklung moderner Endbenutzersoftware (wie Windows, Frames oder Grafik), die sich zunehmend mehr an der PC-Front abspielt, verfolgen und übernehmen. Durch den Quasi-Standard "IBM PC" bleibt man zudem unabhängig von der Produktlinie eines Herstellers. Somit kann die Abteilung immer mehr "Techniker-ferne" und "Anwender-nahe" Werkzeuge nutzen und sich voll auf ihre originären Ziele konzentrieren - mit leistungsstarker und flexibler Informationsverarbeitung im Hintergrund.

*Dietmar Bothe ist Vertriebsleiter IDM-Datenbanken bei der GEI, Gesellschaft für elektronische Informationssysteme, Aachen.