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29.01.2007

Zettelwirtschaft statt Outlook für Studenten

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Es wird ernst mit den neuen Microsoft-Programmen. Endlich darf auch der Handel das eine oder andere Office verkaufen, sogar die Microsoft-Fachhandelspartner haben, nur zwei Monate nach den Großkunden, die ersten Scheiben für Eigenbedarf und Vorführzwecke erhalten.

Es hat sich einiges geändert, auch bei den Zielgruppen. Das neue Office "Home and Students", was anscheinend Studenten und chaotische Hausmänner gleichsam ansprechen soll, kommt anstatt dem bewährten Outlook, einem der wenigen nützlichen Programme des Konzerns, mit einer virtuellen Zettelverwaltung daher.

Die Verkaufszahlen des Office-Vorgängers standen ohnehin in keiner Relation zu den Ergebnissen der Pisa-Studie. Die Einschränkungen, die bei den zuletzt beworbenen Schleuderpreisen in den Geiz- und Schweinemärkten ohnehin kaum Beachtung fanden, sind praktisch nutzlos. Dass auch die Lizenz der 2007er-Version nur für nichtkommerzielle Zwecke gelten soll, hat Microsoft auf seiner Homepage selbst ad absurdum geführt. "Mit Office Home and Student 2007 verwalten Selbstständige, Teleworker, Schüler und Studenten ihre Informationen für Schule, Arbeit und Haushalt an einem bequemen, zentralen Ort", heißt es da.

Nichtkommerzielle Selbstständige und Teleworker? Weiß der Konzern etwa schon wieder mehr, als unsere Regierung zugibt? Gibt es schon eine Hartz-V-Regelung für Kleinbetriebe, oder werden Telearbeiter mit den fortschrittlichen Ein-Euro-Jobbern tariflich gleichgestellt?

Jedenfalls ist dies einer der ersten Bugs in der neuen Version 2007 und erfahrungsgemäß nicht der letzte. Dass Studenten, Selbstständige und Heimarbeiter keinen Terminkalender brauchen, muss einer dieser lustigen Einfälle überbezahlter Redmonder Strategen sein, um das wesentlich teurere Standard-Office preislich zu rechtfertigen. Hat Open Office nicht auch einen komfortablen Terminkalender?

Mein Fazit: Aus einem guten Produkt für Schüler, Lehrer und Studenten und dem Fachhandel wurde ein Billig-Office für die Billigmärkte. Wir sind ja nicht blöd, Microsoft!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.