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17.10.1986 - 

MBZ-Lehrgang für Schnittstelle zwischen Technik und Anwender:

Ziel ist ein multifunktionaler DV-Job

MAINZ (lo) - Weniger eine Schulungsstätte als schon Arbeitsplatz sein will das Bildungszentrum für Informationsverarbeitende Berufe GmbH in Mainz (MBZ) für angehende DV-Fachkräfte. Sie sollen mit ihrer akademischen Qualifikation sowie dem lnformationstechnischen Wissen vor allem an der Schnittstelle zwischen dem mittelständischen Anwender und der neuen Technik aktiv werden.

Für das "Bildungszentrum der mittelständischen Wirtschaft" haben die drei Gesellschafter - das Bildungswerk der rheinland-pfälzischen Wirtschaft, die Handwerkskammer Rheinhessen und das Rationalisierungs-Kuratorium der Deutschen Wirtschaft (RKW) - das Stoffangebot bewußt eingegrenzt. Das Ziel der 150 Teilnehmer, zum einen arbeitslose Akademiker, zum anderen auch Kaufleute in Weiterbildung, ist der "Anwendungsberater für EDV/Bürokommunikation". Diese Maßnahme, deren Kurskosten sich auf 12500 Mark belaufen, fördert das Arbeitsamt.

Der multifunktionale, auf mehrere Anwendungsbereiche ausgerichtete Lehrgang erstreckt sich über zehn Monate. Zusammen mit Betriebswirtschaft und DV/Bürokommunikation umfaßt der Stoffplan auch die Vorbereitung auf die Beratungspraxis.

"Vor allem sollen unsere Absolventen mit dem DV-Anwender über seine Probleme sprechen können und von ihm verstanden werden", formuliert MBZ-Geschäftsführer Harald Körner eine Zielvorgabe in der Ausbildung. In diesen Sektor fallen als gewichtige Ergänzung des technischen Fachwissens etwa Verhandlungs- und Führungstechniken, Rhetorik, Verkaufsmethodik sowie Arbeits- und Zeitmanagement. Davon hingen zu 50 Prozent die Arbeitsmarktchancen ab, so der Geschäftsführer der Wiesbadener Excellence Seminare, der diesen Ausbildungsteil betreut.

Bei einem Berufseinstieg werden die MBZ-Absolventen zwischen dein Organisationsfachmann für EDVund Bürokommunikationstechnik, dem Kundenberater, dem DV-Trainer sowie dem Berater bei Verbänden oder dem qualifizierten Mitarbeiter bei Fachverlagen wählen können. Das Anfangsgehalt beziffert das MBZ zwischen 3000 und 4000 Mark. Neben der Berufsberatung will das Mainzer Bildungsinstitut, dessen Förderungssumme 380 000 Mark beträgt, seinen Teilnehmern durch Kontakte zur Wirtschaft zudem "Personalberatung" anbieten. In einem Praktikum sollen die Fäden für einen festen Job geknüpft werden können. Auch dabei wird der Fachbeirat des Instituts, der, so das Ziel des Geschäftsführers, zum Jahresende unter anderem aus Vertretern des Bildungs-, Wirtschafts- sowie Kultusministeriums, des Instituts der Deutschen Wirtschaft, des Arbeitsamtes sowie von Hochschulen bestehen wird, Unterstützung leisten können.

"Die Gründung des MBZ ist eine logische Konsequenz der ständig steigenden Zahl arbeitsloser Akademiker einerseits und des wachsenden Bedarfs insbesondere des Mittelstandes an DV-Fachkräften andererseits", so MBZ-Geschäftsführer Harald Körner. Bisher hätten vor allem die hohen Kosten der Weiterbildung den einzelnen Unternehmer von einem Einstieg in die DV abgehalten. Nun könne in Rheinland-Pfalz auf die entsprechende Manpower zugegriffen werden.

Informationen: MBZ Bildungszentrum für Informationsverarbeitende Berufe GmbH, Göttelmannstr. 17, 6500 Mainz, Telefon 06131/810 41.