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26.10.1979 - 

Der Gast soll keine Nummer sein:

Zimmerreservierung im Frankfurter Intercontinental

FRANKFURT(CW) - Reservierung und Check-in wickelt die Intercontinental nur in Frankfurt ab. Alle anderen Programme in Back- und Front-Office sind in elf weiteren Häusern eingesetzt, erklärt Bernd Weisswange, Leiter der EDV im Frankfurter Interconti. "In jedem Haus ist der Gast eine Nummer, ob mit oder ohne EDV. Wir bemühen uns gerade mit der Datenverarbeitung, daß er es nicht merkt. Er soll individuell behandelt werden."

Bei der Reservierung, so erläuterte Weisswange das installierte IBM-System, gibt die Rezeption den Namen des Gastes, Ankunfts- und Abreisezeit, Zimmerar, Anzahl der Zimmer und die, Anzahl der Personen in einen der zwölf Bildschirmterminals ein. Kurz vor dem Check-in wird eine Registrierkarte erstellt, die der Gast bei der Ankunft um die fehlenden Angaben ergänzt. Von diesem Augenblick an können Telefonzentrale, Concierge und Empfang Auskunft - auch für andere Gäste - über den Verbleib des Ankömmlings liefern. Bei der Abreise wird - ebenfalls online - eine Rechnung für den Gast erstellt. Sammelrechnungen bearbeitet die Buchhaltung mit dem Programmpaket, über das Rechnungen und Mahnungen erstellt sowie der Rechnungseingang kontrolliert wird. Das Programm entwickelte Interconti selbst. 1971 habe das Haus mit einem System 3/10 angefangen und 1974 auf ein 15 D umgestellt. Die Finanzbuchhaltung, aufgebaut nach dem Uniform System of Account und speziell auf das Hotelwesen zugeschnitten, sei international einsetzbar. Besonders wichtig seien die täglichen Berichte für das Management, die Aufschluß über den Verkauf von Speisen und Getränken bieten. Separat laufe die Lagerhaltung und das Bestellvorschlagswesen, die Bestandsführung und die Bestandskontrolle.

"Weil alles dem Service zugute kommt", führte Weisswange aus, "ist eine Rentabilität schlecht meßbar." Personaleinsparungen seien in erster Linie im Frontoffice zu verzeichnen gewesen: beim Schreiben der Rechnungen, Bestätigung von Reservierungen sowie der Nachtabstimmung beim Schichtwechsel.

Bisher ist das Bedienungspersonal noch kaum mit der EDV in Berührung. "Der Anschluß eines Kassensystems ist der nächste Schritt den wir vorhaben. Bisher gab es noch kein vernünftiges Kassensystem", erklärte Weisswange. "Mitte nächsten Jahres wollen wir aber auf NCR bei den Kassen umstellen. Hier sind Preis, Leistung und Oberhaupt die ganzen Grundlagen von der Größe und von unseren speziellen Branchenbedürfnissen her vernünftig."