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13.06.1980 - 

CAE setzt Minicomputer für Nachrichtendienste ein:

ZNV leitet eingehende News umgehend weiter

STOLBERG (je) - Mit der Zentral-Nachrichten-Verteilung ("ZNV") will die Stolberger CAE Electronics GmbH der steigenden Flut von Meldungen und Informationen beikommen, die in Zeitungs-, Funk- und Fernsehredaktionen eintreffen. Kanalisieren soll ZNV diese Flut mittels eines modularen Multiprozessorsystems auf der Basis eines Zentralrechners TI 990 von Texas Instruments.

Die Grundversion mit je acht Ein- und Ausgangsleitungen (siehe Grafik) kann, wie CAE mitteilt, um nahezu beliebig viele Ein- oder Ausgänge erweitert werden; als Maßstab für die zu wählende Anzahl bietet sich eine maximal zulässige Reaktionszeit des Systems für den Fall an, daß über alle Ausgangsleitungen gleichzeitig Nachrichten angefordert werden.

Bei der Entwicklung von ZNV richteten die Stolberger ihr Hauptaugenmerk auf Flexibilität hinsichtlich der Nachrichtenformate und auf ein breites Spektrum möglicher Auswahlkriterien zum Aufsuchen abgespeicherter Meldungen. Dabei wurden sowohl die zur Zeit verwendeten als auch die zukünftig vorgesehenen Nachrichtenformate der großen Agenturen berücksichtigt. Die Korrektur eines einmal definierten Formates ist über Systembildschirm möglich. Von diesem Bildschirmplatz aus können Systemparameter geändert sowie Kontroll und Steuerungsaufgaben durchgeführt werden.

So sind beispielsweise die Eingangsleitungen, die sowohl Agenturleitungen, Anschlüsse des öffentlichen Telexnetzes, Funkempfangsmoduln sowie Bildschirmanschlüsse (für Telefonberichte) sein können, in Übertragungsgeschwindigkeit, Codes und Formaten änderbar.

Die ebenfalls modular aufgebaute Software gestattet die Mehrformat-Belegung einer Eingangsleitung. Dies ist wichtig bei kleineren Systemen die lediglich über öffentliche Telexleitungen versorgt werden und bei denen eine feste Zuordnung Leitung/ Nachrichtenagentur nicht stattfindet.

Bei den eingehenden Nachrichten ist es gleichgültig, ob diese bereits zielgerichtet sind oder nicht. Sie werden zunächst mit dem Datum und der Uhrzeit ihres Eintreffens in Spoolfiles leitungsbezogen gespeichert, sind damit fest im System und können nicht mehr verlorengehen.

Nach Übernahme in das System werden die einzelnen Meldungen auf Zielparameter entsprechend der vereinbarten Formate untersucht. Liegt eine Zieldefinition, die aus einem Pool von bis zu 100 Deskriptoren bestehen kann, vor, so wird diese Meldung am entsprechenden Drucker ausgegeben. Daneben wird sie zur Langzeltspeicherung auf die Datenbank genommen.

Nicht ohne weiteres klassifizierbare Nachrichten gelangen an eigens dafür vorgesehene Bildschirmplätze, wo sie entsprechend ihrem Inhalt von Hand dem einen oder anderen oder auch mehreren Sachgebieten zugeordnet werden.

Von diesen Plätzen aus ist auch eine Reihe von Auskünften über den vorhandenen Daten- oder Meldungsstand möglich. So können beispielsweise alle Meldungen ausgegeben oder angesprochen werden, die in einem bestimmten Zeitintervall von einer bestimmten Agentur für ein bestimmtes Sachgebiet eingegangen sind. Über die gesamten Auskunfts-, Steuer- oder Änderungsmoglichkeiten hält CAE Informationsmaterial bereit. Es wird auf Anfrage kostenlos zugeschickt.

Informationen: CAE Electronics GmbH Postfach 260, 5190 Stolberg, Tel.: 0 24 62/10 61.